158 Millionen investiert – Keine Abschaltperspektive für Cattenom

Atomkraftwerk : 158 Millionen investiert – Keine Abschaltperspektive für Cattenom

Der französische Energiekonzern EDF hat im vergangenen Jahr 158 Millionen Euro in das Kernkraftwerk Cattenom investiert. Das teilte Kraftwerksdirektor Thierry Rosso bei der Bilanzpressekonferenz in Cattenom mit. Man habe vor allem die Modernisierung vorangetrieben.

Rosso: "Diese Investition ermöglicht es, die Anlagen permanent in einem optimalen Zustand zu erhalten und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten." Ziel ist es, die Anlage, deren erster von vier Blöcken 1986 ans Netz gegangen ist, mindestens 60 Jahre zu betreiben.

Eine Abschaltperspektive für Cattenom gebe es nicht, hieß es bei der Pressekonferenz. Es gibt aber derzeit wohl auch keine Pläne, das Kraftwerk an der lothringischen Obermosel zu erweitern. Für andere Kernkraftwerke in Frankreich ist das durchaus im Gespräch.

Rosso betonte die Bedeutung von Cattenom und der Atomkraft allgemein für den Klimaschutz. Während die Kohlekraftwerke weltweit die Gesundheit der Bevölkerung gefährde, trügen Anlagen wie die in Cattenom dazu bei, die CO2-Emissionen zu verringern.

Laut Rosso hat es im vergangenen Jahr 44 sicherheitsrelevante Zwischenfälle in Cattenom gegeben. Fünf davon wurden als Zwischenfälle der Stufe eins auf der achtstufigen internationalen Gefahrenskala (von null bis sieben) für Atomunfälle eingestuft.

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