Ab 2. August melden sich Betriebe zur 15. Ausbildungsmesse "Dein Tag, Deine Chance" in der IHK Trier an

Ausbildungsmarkt : Dein Tag, Deine Chance - auch für Betriebe: Anmeldung zur Ausbildungsmesse der IHK in Trier

Noch nie standen die Chancen für Jugendliche auf dem Ausbildungsmarkt so gut wie heute. Für die Betriebe heißt das, in die Qualität ihrer Ausbildung zu investieren und jungen Leuten zu zeigen, was sie bieten. Eine Chance: die 15. Auflage der Ausbildungsmesse „Dein Tag, Deine Chance – Ausbildung jetzt!“

Die Betriebe in der Region Trier wollen junge Leute ausbilden. Das zeigt nicht zuletzt die jüngste Arbeitsmarktstatistik vom Juli, wonach die heimischen Unternehmen aus Eifel, Hunsrück und von der Mosel bis jetzt 4477 Ausbildungsstellen gemeldet haben, das sind 509 Stellen mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Ausbildungsjahr 2017/18.

Allerdings: „Die Schere zwischen angebotenen Ausbildungsstellen und Bewerbern geht weiter auseinander“, sagt Julia Benning von der Arbeitsagentur Trier. Denn auf jede gemeldete Ausbildungsstelle kämen mit 2855 Interessenten lediglich 0,6 gemeldete Bewerber. „Das macht es den Unternehmen immer schwerer, neue Auszubildende zu finden“, sagt sie.

Gräbt man sich noch weiter in die Daten, so zeigt sich, dass aktuell noch 1800 Ausbildungsplätze frei sind und 592 junge Leute noch eine Stelle suchen, so dass auf jeden Bewerber statistisch gesehen drei Lehrstellen fallen.

 „Dabei gibt es noch sehr attraktive Ausbildungsstellen“, hält Ulrich Schneider, Geschäftsführer Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK Trier) fest. Und: Es gebe einen großen Fachkräftebedarf an denjenigen, „die eine duale Ausbildung durchlaufen haben. Daher sind die Übernahmechancen meist sehr gut“, sagt Schneider.

Demnach stehen für Carl-Ludwig Centner, Geschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Trier, Bereich Ausbildung, die Sieger bereits fest: „Die Gewinner auf dem Ausbildungsmarkt sind nämlich die Jugendlichen selbst“, sagt er. „Noch nie waren die Chancen günstiger als heute.“

So verzeichnet das regionale Handwerk aktuell einen deutlichen Rückgang neu abgeschlossener Lehrverträge von rund sieben Prozent. Allein dort gebe es laut Centner noch 628 unbesetzte Ausbildungsplätze.

Nach wie vor stehen die klassischen Berufe auf der Hitliste, bei der HWK der KFZ-Mechatroniker, Elektroniker, Metallbauer, Maurer und Tischler, bei der IHK laut Schneider die Berufe „rund um den Schreibtisch“ wie Industriekaufmann, Kaufmann für Büromanagement, Berufe im Marketing sowie der IT. Doch selbst die Lehrstellen der Top-Berufe sind bei weitem nicht vollständig besetzt. Allein im KFZ-Handwerk werden noch 60 neue Azubis gesucht. Noch schwieriger wird es den Kammern zufolge im Einzelhandel, in Hotellerie und Gastronomie, in der Logistik sowie im Lebensmittelhandwerk, Nachwuchs zu finden. „Hier wird es immer schwieriger Auszubildende zu bekommen“, sagt IHK-Geschäftsführer Ulrich Schneider.

Doch auch die Betriebe selbst können einiges tun, um die Mitarbeiterreihen zu füllen. „Wertschätzung“ heißt es unisono vonseiten der Kammern. „Der beste Weg, einen Jugendlichen zum Bleiben zu bewegen, ist eine super Qualität in der Ausbildung und die Übertragung von Verantwortung“, macht HWK-Geschäftsführer Centner deutlich. Vor allem von Fähigkeiten der jungen Leute wie Fremdsprachen und digitales Wissen könnten die Betriebe profitieren. Aber auch Zugaben und Anreize wie Sonderurlaub, eine Beteiligung an den Führerscheinkosten, ein Azubi-Car oder Schulungen gibt es laut den Kammern immer häufiger in den Betrieben. „Unternehmen, die solche Angebote haben, nehmen das meist mit Erfolg in ihre Stellenausschreibungen mit auf oder gehen bei Ausbildungsmessen entsprechend nach außen“, sagt Ulrich Schneider.

Eine nächste Gelegenheit dazu bietet die inzwischen 15. Auflage der Ausbildungsmesse „Dein Tag, Deine Chance – Ausbildung jetzt!“ des Ausbildungsnetzwerks aus den Kammern, der Arbeitsagentur Trier und dem Trierischen Volksfreund. Sie findet statt am Freitag, 25. Oktober, 14 bis 17 Uhr, im Tagungszentrum der IHK in Trier. Heute beginnt der Anmeldezeitraum, und die gut 50 Ausstellungsplätze sind heiß begehrt (siehe Info).

Während die heimischen Betriebe aus Handel, Handwerk und Industrie hier ihre Ausbildung präsentieren und sich über die Beratungsangebote etwa der Arbeitsagentur informieren können, gibt es Orientierung, Rat und Hilfe für die Jugendlichen. Ein kurzes Speed-Dating und innerhalb von fünf Minuten ein Tablet gewinnen oder gar einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz im Traumberuf beim Wunschbetrieb ergattern: Das alles erwartet die jungen Besucher.

 „Denn häufig haben viele Schüler falsche Vorstellungen von der beruflichen Wirklichkeit“, gibt HWK-Geschäftsführer Centner zu bedenken. Und sein IHK-Kollege Schneider gibt Jugendlichen noch einen Tipp: „Traut Euch, die Unternehmensvertreter des Wunschbetriebes anzusprechen!“

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