1. Nachrichten
  2. Wirtschaft

Beim Verkauf landwirtschaftlich genutzter Flächen wurde weniger verdient.

Landwirtschaft : Felder und Wiesen sind weniger wert

Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke sind im vergangenen Jahr im Land gesunken.

() Die Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke sind in Rheinland-Pflz gesunken.Sie lagen mit 13 800 Euro je Hektar der landwitschaftlichen Nutzung (FdIN) im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, sanken die Kaufwerte damit erstmals seit 2011 wieder.

Sowohl die Zahl der Kauffälle als auch die verkaufte Fläche der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke war gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Zahl der Eigentümerwechsel verringerte sich um knapp zehn Prozent auf 3943. Im Jahr 2019 wechselten rund 3300 Hektar den Eigentümer oder die Eigentümerin; dies entspricht einem Rückgang von zwölf Prozent. Pro Verkaufsfall wurden im Durchschnitt 0,83 Hektar veräußert.

Der weitaus größte Teil der verkauften Flächen liegt in den Landkreisen (98 Prozent). Dabei reichte die Spanne der Kaufwerte je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung von 5300 Euro im Landkreis Kusel bis zu 41 300 Euro im Rhein-Pfalz-Kreis. Im Durchschnitt aller Landkreise errechnet sich ein Hektarpreis von 13 500 Euro; in den kreisfreien Städten war er mit 26 900 Euro wesentlich höher.

In der Region Trier wurde im Vulkaneifelkreis mt unter 10 000 Euro je Hektar der niedrigste Wert erzielt, in der Stadt Trier mit 14 000 bis 18 000 Euro je Hektar der höchste Wert. In den übrigen Landkreisen wurden Preise zwischen 10 000 und 14 000 Euro je Hektar erzielt.

Neben der regionalen Lage sind vor allem die Nutzungsart und die Bodenqualität für den Kaufpreis von Bedeutung. So war Ackerland mit durchschnittlich 17 900 Euro pro Hektar fast doppelt so teuer wie Grünland mit 9300 Euro. Eine noch größere Spanne ist bei der Unterscheidung nach der Bodengüte zu beobachten: Gute Böden mit einer Ertragsmesszahl von 60 und mehr erzielten mit durchschnittlich 29 900 Euro einen mehr als dreimal so hohen Verkaufspreis wie Böden mit einer Ertragsmesszahl von unter 30 (9300 Euro).

Die Gutachterausschüsse bei den Kataster- und Stadtvermessungsämtern übermitteln die Daten über Verkäufe von landwirtschaftlichen Grundstücken an das Statistische Landesamt. Erhoben werden Verkäufe von Grundstücken mit einer Mindestgröße von 0,1 Hektar (1000 Quadratmeter), die zumindest für einen überschaubaren Zeitraum weiterhin als Ackerland oder Grünfläche genutzt werden. Die durchschnittlichen Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke sind laut Landesamt im Zeitverlauf nur bedingt vergleichbar, weil sie sich in jedem Jahr aus unterschiedlich gearteten Einzelfällen zusammensetzen.