Effektivität und Nachhaltigkeit in Unternehmen

Moderne Lagerhaltung : Effektivität und Nachhaltigkeit in Unternehmen

Besonders wenn es um Logistik und Lagerhaltung geht, sehen sich Unternehmen immer wieder vor weitreichenden Entscheidungen: Wenn Effektivität und Nachhaltigkeit zentral stehen sollen, dann setzen die meisten Firmen heute in ihrer Lagerlogistik auf vollautomatische Großlager.

Darin werden Waren oder beispielsweise Postsendungen und Pakete in großen Mengen verwaltet. Hochregale, Fließbänder und ein hoher Grad an Digitalisierung - das sind die drei Stichworte, wenn es um moderne Lagerhaltung geht. Wie genau geht das vonstatten? Welche Möglichkeiten gibt es dabei? Wie können Kosten eingespart werden?

Die Alternative: Behältermanagement

Heute sind besonders in großen Firmen vollautomatische Logistikzentren Standard. Die Sortierung, Auftragsbearbeitung und auch der Versand werden dabei komplett zentral und digital geregelt. Bei Bestellungseingang stellt ein Verwaltungsprogramm alle Hebel, um den Artikel schnellstmöglich zum Kunden zu befördern. Diese Praxis ist meist an ein gewisses Behältermanagement gebunden. Das heißt, dass die einzelnen Produkte oder Sendungen nicht einzeln über die Lagerbänder laufen. Vielmehr werden sie ganz gezielt in angepassten Behältern wie zum Beispiel in speziellen Plastikboxen gebündelt oder auf Paletten transportiert. Das steigert vor allem die Effektivität und den Durchsatz eines solchen Lagers. Daneben sichert es für das Unternehmen die Qualität bei einer koordinierten Lagerhaltung und bietet die Möglichkeit eines optimalen Service für den Kunden - zwei Aspekte, die in vielen Branchen heute sehr wichtig geworden sind.

Was ist Behältermanagement?

Behältermanagement befasst sich mit allen Aspekten, die die Behältnisse innerhalb und außerhalb eines Lagers betreffen:

- Beschaffung und Bereitstellung

- Wartung und Säuberung

- Austausch von beschädigten Behältern

- Aufstocken oder Reduzierung der Lagermöglichkeiten

- Erfassung von sogenannten Unterwegsbeständen, die sich in der Warenzustellung auf einem LKW befinden.

Zu dieser Form der Koordination gehören auch die Erfassung der jeweiligen Durchlaufzeiten und Umschlagshäufigkeiten im Lager. Das heißt konkret, dass sich ein gutes Behältermanagement ständig mit optimierenden Prozessen beschäftigt. Das Ziel ist es, Waren möglichst effektiv und nachhaltig an den Verbraucher zu versenden.

Automatische Prozesse dominieren

Moderne Lagerlogistik ist in der Regel zu einem großen Teil vollautomatisch. Auf langen Bändern fahren Behälter mit den Artikeln durch die Lagerhalle. Unmengen von Aufträgen werden gleichzeitig bearbeitet. Neben dem gezielten Einsatz von Maschinen sind allerdings Mitarbeiter immer noch sehr wichtig. Diese sind nicht nur für die allgemeine Wartung zuständig. Sie überwachen auch den kompletten Lagerlogistik-Prozess, sodass Fehler minimiert werden. Auch Defekte können so rasch erfasst und repariert werden. Daneben werden geschulte Mitarbeiter an den Schnittstellen wie zum Beispiel am Lagerplatz eingesetzt. Sie öffnen die Behälter, verpacken neu oder sortieren gezielt Waren aus. Zudem sorgen sie beispielsweise ebenfalls dafür, dass die Behälter sauber gehalten werden und Sendungen unbeschmutzt beim Kunden ankommen. Die Rückstände wie zum Beispiel Druckerschwärze von Briefen oder Staubpartikel und andere Verunreinigungen werden meist mit bewährten Reinigungsverfahren spezialisierter Unternehmen entfernt. Mit diesen optimierten Systemen verschaffen sich Firmen besonders im Bereich Kundenservice einen gravierenden Vorteil.

Abläufe ohne Unterbrechungen garantieren

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Behältermanagements ist die Überwachung der Anzahl an Behältern. Das heißt konkret:

- Behälter, die gereinigt werden, müssen zeitweise ersetzt werden.

- Defekte Boxen werden schnell ausgetauscht.

- In Zeiten mit hohem Versandaufkommen werden die Bestände an Behältern aufgestockt.

- Nicht benötigte Behälter werden eingelagert.

Diese Prozesse müssen schnell und effektiv von statten gehen, sodass keine Unterbrechungen in der gesamten Lieferkette entstehen. Das Stichwort an dieser Stelle ist die hohe Flexibilität des Systems. Unternehmen und deren Lager müssen schnell auf eventuelle Versandspitzen reagieren können. Ausschlaggebend für diese Hochs ist in der Regel der Verbraucher. Je nach Konsumverhalten schrauben sich die Versandzahlen nach oben. Das lässt sich meist gezielt planen: Feiertage und Feste wie beispielsweise Weihnachten kurbeln das Geschäft an. Deshalb werden in der Lagerverwaltung heute computergesteuerte Prozesse eingesetzt. Diese reagieren schnell und können bei Bedarf Reserve-Behälter zubuchen.

Betriebskosten nachhaltig senken

Gezieltes Behältermanagement reduziert auf Dauer gesehen die Lagerhaltungskosten eines Unternehmens. Langwierige Logistikprozesse werden durch intelligente Computer-Programme ersetzt. Dadurch minimieren sich zum einen kostspielige Fehler. Zum anderen kann so die Produktivität gesteigert werden: Die Ware ist deutlich schneller beim Verbraucher und es können mehr Sendungen in der gleichen Zeit bearbeitet werden. Noch dazu kann für die in manchen Branchen nötige Sauberkeit der Waren deutlich einfacher garantiert werden. Anfängliche Mehrkosten, die bei der Implementierung eines solchen Behältermanagements anfallen, relativieren sich zudem innerhalb von kürzester Zeit.

Dank Behältermanagement effektiver und nachhaltiger arbeiten

Die gezielte Organisation und Verwaltung von Waren in Großlagern steht bei einem holistischen Behältermanagement im Vordergrund. Der Transport in speziellen Behältern sorgen für kurze Wege mit wenig Personaleinsatz. So können nicht nur die Durchschlagskraft einfach erhöht werden, sondern auf lange Sicht auch die Kundenzufriedenheit von Unternehmen gesichert werden.

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