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Nachruf
Ex-TV-Geschäftsführer Friedel Orths gestorben

Johannes Friedrich Orths.
Johannes Friedrich Orths. FOTO: TV / Friedemann Vetter
Trier. „Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen“, das war die zentrale Botschaft, mit der Johannes Friedrich Orths am 1. Januar 2001 beim Trierischen Volksfreund als Geschäftsführer antrat.

Er kam aus Cottbus, wo er zuvor erfolgreich an der Verlagsspitze der Lausitzer Rundschau gestanden hatte. Bis Ende 2008 blieb Orths Geschäftsführer in Trier, und in diesen Jahren blies in der Tat ein kräftiger Wind im Verlagshaus in Euren und den Außenstellen im gesamten TV-Verbreitungsgebiet.

Zahlreiche Innovationen, sowohl für die gedruckte Zeitung als auch für das Online-Angebot des Medienhauses, kennzeichneten diese Zeit. Friedel Orths, wie ihn viele nannten, legte großen Wert auf offene Kommunikation, aber ebenso auf Zielstrebigkeit und vor allem auf eine für alle fruchtbare Zusammenarbeit der Abteilungen untereinander. Hartnäckig verfolgte er seine Ziele, mit klaren Vorstellungen ging er die Dinge an. Aber er war auch ein sehr verbindlicher Mensch. Ein Wort war ein Wort, und darauf war Verlass.

Als er den Volksfreund Ende 2008 in Richtung Bonn verließ, tat er das mit Wehmut, aber durchaus auch mit berechtigtem Stolz. Denn der TV hat in der Ära Orths sehr erfolgreich den Wandel vom Zeitungshaus zu einem Medienhaus mit umfassendem Angebot geschafft.

Jetzt starb Johannes Friedrich Orths nach kurzer schwerer Krankheit mit 61 Jahren in Trier.