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Fast jeder zweite Gastronomiebetrieb schränkt sein Angebot ein.

Gastronomie : Wenn’s im Lokal keine Bedienung mehr gibt

Fachkräftemangel: Gastronomie schränkt Angebot ein.

Zwar war es in der Stadt Trier im Juni dieses Jahres so warm wie sonst nirgends in Deutschland, und das gute Wetter sorgte auch für gute Stimmung unter  den regionalen Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben. Doch das Plus bei den Geschäften kann kaum mehr durch die Mitarbeiter in der Branche aufgefangen werden. „Bereits jetzt lehnen 45,3 Prozent der Betriebe zusätzliche Aufträge ab oder schränken ihr Angebot ein“, sagt Anne Kathrin Morbach, Tourismusreferentin bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier aufgrund der jüngsten Branchenbefragung. Der anhaltende Fachkräftemangel führe bei jedem zweiten Beherbergungsbetrieb derzeit zu einer höheren Belastung der Belegschaft. So kann laut der Kammer inzwischen jeder zweite Betrieb in der Region offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil keine passenden Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Dabei sind 47 Prozent aller Betriebe mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Vor allem die Gastronomiebetriebe bewerten ihre Situation um zehn Prozentpunkte besser als noch ein Jahr zuvor. Und was die Aussichten angeht, so sind vor allem die Beherbergungsbetriebe otpimistisch. 17,3 Prozent von ihnen  sind von einer noch besseren Saison als in diesem Jahr überzeugt – etwa 3,5 Prozent mehr als noch im Jahr 2016.

 „Das Konjunkturklima in der Freizeit- und Tourismuswirtschaft ist weiterhin positiv“, sagt Morbach. Allerdings bfeinden sich die Beherbergungsbetriebe weiter im Aufschwung, während die Gastronomie vor allem den Fachkräftemangel das den größten Risikofaktor in der Branche betrachtet. Und immerhin zwei von drei Betrieben sind davon massiv betroffen. Die Attraktivität der Branche habe insbesondere aufgrund der ungünstigen Arbeitszeiten und der schlechten Bezahlung in den letzten Jahren sehr stark abgenommen, sagt Morbach.