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Handwerk: Frühjahrsfrische Farben: Neue Trends auf der Öko

Handwerk : Frühjahrsfrische Farben: Neue Trends auf der Öko

Die Malerinnung Trier-Saarburg präsentiert an einem besonderen Show-Truck alles rund ums Gewerk: Schwerpunkt Wärmedämmverbund und Wohngesundheit.

() Ohne Farbe ist das Leben nichts. Doch Farben allein machen den Maler- und Lackiererberuf bei weitem nicht aus. Ob Stuck, Wärmedämmverbundsysteme, Fassadenhaltbarkeit und Wohngesundheit: Die Maler und Lackierer der Malerinnung Trier-Saarburg sind inzwischen zu einem Allrounder rund ums Haus geworden. „Wir helfen den Hausherren auf vielfältige Weise“, sagt Obermeister Michael Eschle. Und alles dies könne der Besucher der Öko-Messe von heute an bis Sonntag, 17. Februar, auf dem Trierer Messegelände auch erleben. „Wir haben dort einen 40-Tonner-Truck aufgestellt, in dem wir den Kollegen und Besuchern vieles zeigen können“, sagt er.

Beispiel Wärmedämmverbundsysteme:

Laut dem Obermeister gibt es bei Fassadenfarben wieder einen Trend zu dunkleren Tönen. „Hier gibt es spezielle Farben, die die Wärmedämmung auch beim Aufheizen durch Sommersonne nicht gefährden“, sagt Eschle. Gerade bei neueren Bauten, die bereits ausreichend gedämmt seien, sei das Malerwissen gefragt. Im Altbau komme es dagegen auf die Erstberatung und den Nutzen und Einsatz von Wärmedämmung an. „Damit die Verbraucher auch sehen können, wie widerstandsfähig ein solches Verbundsystem ist, gibt es im Truck einen so genannten Kugelfallversuch, der die gedämmte Fassade zu beschädigen versucht“, beschreibt Michael Eschle. Denn abgelegte Fahrräder oder Fußtritte könnten im Alltag eine Gefahr für die Dämmung sein. Doch die moderne Technik halte vieles aus.

Beispiel Wohngesundheit:

Einfach Farbe auf Wände zu pinseln, damit greift das Malerhandwerk ebenfalls viel zu kurz. Maler und Lackierer prüfen die Untergründe, setzen sie instand, wählen geeignete Materialien, entwickeln Farbvorschläge und beraten Architekten oder Kunden.

Gerade im Innenbereich von Wohnungen und Häusern ist die Wahl der geeigneten Materialien wichtig. „Bei den Farben gibt es inzwischen nicht nur immer mehr lösemittelfreie und weichmacherfreie Farben. Es wurden sogar konservierungsmittelfreie Farben entwickelt. Diese Farben bieten sich vor allem für Räume an, in denen Allergiker sich längere Zeit aufhalten“, sagt der Maler-Obermeister. Hier sollten Verbraucher auch nicht ausschließlich auf den Preis achten, sondern der Gesundheit den Vortritt lassen. Dies beginne bereits bei den Anstricharbeiten, wo eine fachgerechte Untergrundbehandlung und der Einsatz von umweltgerechten Materialien, die in ihrer Wirkungsweise aufeinander abgestellt sind, immer größere Bedeutung.

Auch Foto- oder großformatige Mustertapeten sind laut Michael Eschle wieder „in“. Außerdem hätten sich in den vergangenen Jahren kreative Maltechniken wie Spachtel-, Lasur- und Relieftechniken für den Innenbereich etabliert.

Ein Thema, mit dem die Handwerker immer wieder konfrontiert sind, ist das Thema Schimmel und Wohnraumfeuchte. „Hier können wir bei der Öko anhand eines Reliefs eines Musterhauses zeigen, wie sich das Raumklima durch mehr oder weniger Feuchte verändert. Anhand von digitalen Knöpfen kann man das Ganze dann für den Wohnraum, aber auch für Bäder und Küchen simulieren“, verrät Eschle.