Heizen mit Holz Holzpellets immer teurer – bester Termin zum Kaufen schon vorbei?

Eigentlich müsste im Juni noch die Niedrigpreis-Phase bei den Holzpellets andauern. Doch in diesem Jahr scheinen die Kosten für Verbraucher schon jetzt nur noch aufwärts zu gehen.

Holzpellets sind nicht mehr so teuer wie im vergangenen Jahr. Aber der aktuelle Preisanstieg kommt zu einer ungewöhnlichen Zeit.

Holzpellets sind nicht mehr so teuer wie im vergangenen Jahr. Aber der aktuelle Preisanstieg kommt zu einer ungewöhnlichen Zeit.

Foto: dpa/Jens Baºttner

Das Jahr 2022 brachte gewaltige Belastungen bei den Heizkosten mit sich – und das auch beim Heizen mit Holz! Unter anderem sind die Preise für Pellets in die Höhe geschossen. Sie lagen um ein Vielfaches über den Preisen, die man zuvor am Markt gewohnt war. Die extrem hohen Preis haben sich 2023 zwar abgemildert, aber es deutet sich an, dass der Markt für Holzpellets immer noch deutlich anders funktioniert als vor der Krise.

In einem normalen Jahr sollte man im Juni noch niedrige Preise erwarten können. Aktuell besteht aber Grund zur Annahme, dass das Zeitfenster für einen günstigen Pellets-Kauf bereits seit Wochen verstrichen ist.

Heizen mit Holz: Preise für Pellets ungewöhnlich hoch

Die Preise werden monatlich vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) ausgewertet. Das DEPI fungiert als Branchenvertretung für die Pelletsindustrie in Deutschland. Angesichts der jüngsten Entwicklung am Markt erklärt Geschäftsführer Martin Bentele ganz klar: „Steigende Preise im Juni sind untypisch für Pellets.“ Genau diese Entwicklung zeigt sich aber im Moment.

Tatsächlich lag der Preis laut den Zahlen des DEPI im April bei 330,54 Euro/Tonne, im Mai bei 340,47 Euro/Tonne und im Juni sogar bei 390,48 Euro/Tonne (in der Statistik jeweils berechnet für eine Abnahmemenge von 26 Tonnen).

Nicht nur, dass der Preisanstieg deutlich spürbar ist. Er kommt auch zur ungewöhnlichen Zeit. Das verdeutlicht ein Blick nach 2021, als die Preise im Mai bei 205,50 Euro/Tonne und Juni bei 206,76 Euro/Tonne lagen. Diese Preise waren die niedrigsten des ganzen Jahres.

Beim Heizen mit Holz bleibt die Lage für Verbraucher unübersichtlich

Laut DEPI sei derzeit eine unüblich hohe Nachfrage festzustellen. Das hänge vermutlich damit zusammen, dass Verbraucher im vergangenen Sommer große Mengen Heizmaterial eingelagert haben, was nun im Frühjahr und Sommer zu leeren Pellettanks geführt hat. Allerdings geht man davon aus, „dass sich die Nachfrage- und Preissituation in den kommenden Wochen beruhigen werden“. Ob sich der Trend aber soweit umkehrt, dass es in diesem Jahr doch einmal einen neuen Tiefstpreis gibt, lässt sich aus dieser Erwartung nicht ableiten. Für Verbraucher, die beim Heizen mit Holz auf niedrige Pelletpreise hoffen, bleibt die weitere Entwicklung unsicher.

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