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Infos für die Berufsorientierung in der Region Trier

Ausbildung : Ausbildung: Keine Messen, aber jede Menge Infos

Für junge Menschen, die in diesem Jahr eine Ausbildung angehen, wird die Suche durch die Corona-Krise erschwert. Doch keine Angst, es gibt von vielen Seiten Hilfe und Unterstützung.

Angesichts der momentanen Beschränkungen fallen eine Reihe von Ausbildungsmessen aus oder werden verschoben. „Dein Tag, deine Chance – Ausbildung jetzt!“, die gemeinsame Messe von Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer (HWK), Arbeitsagentur und Trierischem Volksfreund, sollte eigentlich am 15. Mai in Traben-Trarbach sein. Doch die 16. Auflage wird es nun voraussichtlich im Oktober in Trier geben und die 17. Ausbildungsmesse dann im kommenden Frühjahr in Traben-Trarbach.

Traurig, aber auch alternativlos, verkündet Heribert Wilhelmi, Chef der Arbeitsagentur Trier eine weitere Absage: „Die Corona-Pandemie hat uns fest im Griff und Auswirkungen auf fast alle Lebensbereiche. So macht sie auch vor einer der größten Info- und Ausbildungsmessen in der Region Trier, der ,Future – Blick in deine Zukunft’, nicht Halt.“ Die Veranstalter der Agentur für Arbeit Trier haben sich deshalb dazu entschlossen, die für den 19. und 20. Juni angesetzte Messe abzusagen.

Weitere Veranstaltungen und Ausbildungsmessen sind abgesagt oder verschoben.

So wie die vocatium: „Die Fachmesse für Ausbildung+Studium vocatium Trier 2020 ist wegen der Coronavirus-Krise auf den 25./26. August 2020 verlegt. Ursprünglich sollte die Ausbildungsmesse am 26./27. Mai stattfinden“, teilt der Veranstalter mit.
Berufsorientierung in Zeiten der Corona-Krise- Hilfe für Jugendliche:

Arbeitsagentur-Chef Wilhelmi sieht Ersatzmöglichkeiten: „So können sich Jugendliche einfach von zu Hause aus über die verschiedenen Online-Angebote der Bundesagentur für Arbeit mit Fragen ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen.“

Das Erkundungstool CheckU unter www.arbeitsagentur.de/selbsterkundungstool helfe dabei herauszufinden, welcher Beruf zu den eigenen Fähigkeiten und Interessen passt. Ausführliche Informationen zu über 3000 einzelnen Berufen bietet das Filmportal www.berufe.de. Und Apps wie AzubiWelt, BerufeEntdecker und Jobsuche liefern für jede Phase der beruflichen Orientierung die passenden Informationen. Bei persönlichen Fragen erreichen Schülerinnen und Schüler ihre Berufsberater aktuell per Mail an Trier.Berufsberatung@arbeitsagentur.de. Beratungsgespräche finden telefonisch statt. In den kommenden Tagen geht dann zudem die neue SocialMedia-Kampagne zur Berufsberatung unter #ZUKUNFTKLARMACHEN an den Start. Die Pressesprecherin der Arbeitsagentur, Isabell Juchem, wirbt für diese Möglichkeit. Über Facebook, Instagram oder Youtube gebe es jede Mengen Informationen für junge Menschen, die sich über Ausblidungsmöglichkeiten informieren wollen. „Unter anderem gibt es Live-Sessions mit Berufsberatern auf YouTube, die Fragen zur Berufswahl beantworten und viele hilfreiche Tipps zur Ausbildungsplatz- und Studienplatzwahl geben.“

Auch bei der Industrie- und ­Handelskammer und der Handwerkskammer gibt es eine große Vielfalt an Informationskanälen.

Ulrich Schneider, IHK-Geschäftsführer Ausbildung: „Der direkte Kontakt mit den Ausbildern im Rahmen einer Ausbildungsmesse ist kaum zu ersetzen. Dennoch gibt es eine Reihe von ergänzenden Möglichkeiten, sich über die Ausbildungsplätze in der Region Trier zu informieren.“ Die Ausbildungskampagne durchstarter greife aktuell das Thema Ausbildungsplatzsuche in Zeiten von Corona auf. Auf Facebook und im Internet werden Tipps von Ausbildungsberatern und Ausbildern für die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz in dieser außergewöhnlichen Zeit gegeben. Auch berichten Azubis darüber, wie ihre Ausbildung trotz Schulschließung und veränderten Rahmenbedingungen weiterläuft.

„Schülerinnen und Schüler, die sich über Ausbildungsstellen in der Region informieren wollen, empfehlen wir die Recherche im digitalen Ausbildungsatlas der Region Trier“, so Schneider. Unter www.region-trier.de sind etwa 4500 Ausbildungsbetriebe (HWK und IHK) gelistet, die in 200 unterschiedlichen Ausbildungsberufen ausbilden. Durch die Angabe des Wunschortes kann im Umkreis nach Betrieben gesucht werden. Die Ansicht ist mobil optimiert und führt zu den jeweiligen Adressen und Homepages der Unternehmen. Zusätzlich gibt es detaillierte Beschreibungen zu den Berufsbildern.

Welche Ausbildungsstellen aktuell noch zu besetzen sind, finden Jugendliche in der IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de). Dort werden aber nicht nur Ausbildungsplätze, sondern auch Praktikumsplätze in der Region angezeigt. Die Börse bringt die Suchenden mit den Angeboten ausbildungsberechtigter Unternehmen direkt zusammen. Das eigene Bewerberprofil wird mit den Angeboten der Unternehmen abgeglichen. Wird ein passendes Angebot gefunden, erhält der Suchende eine automatische Mitteilung.

Zur Vorbereitung auf ein Praktikum empfiehlt die Kammer einen Blick in den IHK-Praktikumsleitfaden. Dieser steht zum Download unter www.ihk-trier.de bereit.

Persönliche Unterstützung erfahren Ausbildungsplatzsuchende von der passgenauen Vermittlerin der IHK Trier, Petra Scholz (scholz@trier.ihk.de). Sie informiert über Ausbildungsberufe, gibt Hilfestellungen bei der Wahl des geeigneten Ausbildungsplatzes und beim Bewerbungsprozess und kann in Ausbildungsbetriebe vermitteln.

Auch die rund 7000 Handwerksbetriebe in der Region haben interessante und zukunftssichere Ausbildungsplätze zu bieten. Petra Kollmann von der HWK Trier steht für alle Anfragen von Jugendlichen und Eltern bereit. Sie ist unter Telefon 0651/207232 zu erreichen oder unter pkollmann@hwk-trier.de per E-Mail. Der Neuer Ausbildungsatlas der HWK Trier führt alle Handwerksbetriebe aus der Region Trier auf, die in den letzten Jahren Azubis ausgebildet haben und auch gerne Praktikanten nehmen (https://www.hwk-trier.de/downloads/ausbildungs-und-praktikantenatlas-54,68.pdf). Ein Blick lohnt sich in jedem Fall auch auf die regionale Lehrstellenbörse der HWK. Derezit sind dort über 850 freien Lehrstellen für 2020 und 2021 sowie Ausbildungsmöglichkeiten im Verbund mit einem Studium (Duales Studium) aufgelistet. Freie Lehrstellen finden Jugendliche auch auf der App: Lehrstellenradar 2.0.