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Kommentar zu Aussichten der Trierer Kultur- und Kreativwirtschaft

MEINUNG : Perspektiven für die alte Stadt

Nur 15 Prozent der von der Hochschule Trier befragten Studierenden geben an, dass sie nach dem Abschluss gern in Trier bleiben wollen. Diesen beachtlich niedrigen Wert könnte man beleidigt mit „Reisende soll man nicht aufhalten“ quittieren.

Oder – besser: Man schafft Anreize, zumindest diejenigen auch aus den kreativen Bereichen in der Region zu halten, die nicht unbedingt in die Metropolen wollen. Es braucht aber mehr als nur schnelles Internet, um Trier für Start-up-Unternehmen interessant zu machen. Trier muss seinem Image neue Facetten hinzufügen: Pittoresker Touri-Hotspot mit provinziellem Charme reicht längst nicht aus. Die Stadtverwaltung will mit einem sogenannten Digital Hub Grundlagen schaffen – also mit einem regionalen Digitalisierungszentrum, in dem der Netzwerkgedanke eine große Rolle spielen soll. Das ist eine Investition, von der man nicht gleich weiß, ob und wann sie sich bezahlt macht – das hängt auch davon ab, wer sich daran beteiligt. Ein richtiger Schritt ist es aber ohne Zweifel. Wer nichts tut, hat schon verloren.

a.feichtner@volksfreund.de