landeseigene Förderbank vergibt Millionenkredite in Region Trier

Förderung : Millionen auch fürs Wohnen

Förderbank des Landes ISB unterstützt nicht nur heimische Betriebe. Auch Hausbauer können von günstigen Krediten profitieren.

Ulrich Dexheimer ist Vorstandssprecher der landeseigenen Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und zufrieden mit dem Landkreis Trier-Saarburg.  Dessen Landrat Günther Schartz nennt das Engagement seiner Verwaltung Standortförderung. Mehr als 55 Millionen Euro hat die ISB im vergangenen Jahr in den Bereichen Wirtschafts- und Wohnraumförderung sowie für Kommunalkredite in den Landkreis gepumpt. Auch in die Stadt Trier und in die umliegenden Landkreisen flossen Millionensummen (siehe Info).

Im Bereich Wirtschaft hat die Bank des Landes, die keine Konkurrenz zu regionalen Banken und Kreditinstituten sein will, laut Dexheimer im vergangenen Jahr im Landkreis Trier-Saarburg „882 Arbeitsplätze gesichert und 120 neu geschaffen“. 15 Mal gab es Gründerkredite, mit denen „junge Unternehmer ihren Start in die Selbstständigkeit finanzieren können“. Insgesamt rund 14,7 Millionen Euro sind in Betriebe geflossen.

Die ISB versteht sich jedoch nicht nur als Wirtschaftsförderungsinstrument. Sie will auch die Schaffung von Wohnraum durch günstige Kredite ermöglichen. 193 Wohneinheiten im Landkreis wurden dadurch 2018 ermöglicht. Das ist eine Steigerung um mehr als 50 Prozent gegenüber 2017. Unter anderem werden Kredite mit einem Zinssatz von 1,5 Prozent und einer Laufzeit von 30 Jahren angeboten.

In den Genuss solcher Finanzmittel kommen aber nicht alle Bauwilligen. So gilt für Eigenheimbauer eine Einkommensobergrenze von 80 000 Euro Jahreseinkommen. Mietwohnungen werden ebenfalls finanziert. Jedoch nur dann, wenn im Gegenzug Miet­obergrenzen eingehalten werden.

Für Landrat Schartz sind die Fördermöglichkeiten der landeseigenen Bank in seinem Kreis mit der Nähe zu Luxemburg wichtig, da bezahlbarer Wohnraum auch  in Zukunft ein wichtiges Thema der Kommunen ist. Offensichtlich wird das nicht überall im Land so gesehen. Denn nach Auskunft ISB-Vorstand Dexheimer werden die Angebote seines Hauses unterschiedlich stark genutzt. Das liege dann weniger an den Hausbanken vor Ort, da diese meist von sich aus ein Interesse haben, auf die Möglichkeiten der Finanzierung durch die ISB hinzuweisen. Es seien wohl eher Kreisverwaltungen, die der Förderung durch die ISB keine große Priorität einräumen.

Informationen zu Fördermöglichkeiten gibt es im Internet auf der Seite isb.rlp.de

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