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Luxemburgpendler: Darauf sollten Rentern achten

Grenuzängerkolumne : Lohnsteuerjahresausgleich könnte sich lohnen

Die meisten Grenzgänger beziehen nicht nur eine luxemburgische Rente, sondern auch eine deutsche. Sie erzielen meistens auch nicht 90 Prozent ihrer Einkünfte aus Luxemburg. Die Rente wird der Einfachheit halber bestenfalls in der Steuerklasse 1 versteuert.

Es sind also die wenigsten Rentner, für die sich eine luxemburger Einkommensteuererklärung lohnt. Hierbei können Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden.

Alternativ gibt es jedoch den Lohnsteuerjahresausgleich. Dabei geht es nur darum, der Rente noch Sozialversicherungsbeiträge entgegenzusetzen. Denn wer eine deutsche und eine luxemburgische Rente bezieht, muss für die luxemburgische Rente in Deutschland Krankenkassenbeiträge entrichten. Da sich diese jedoch auf die luxemburgische Rente beziehen, wird das deutsche Finanzamt in der deutschen Steuererklärung einen Abzug dieser Beiträge nicht zulassen.

Allerdings können die Beiträge in Luxemburg steuerlich geltend gemacht werden und das in Form des Lohnsteuerjahresausgleiches. Rentner erhalten damit Steuererstattungen von 100 bis 200 Euro, je nach Höhe der gezahlten Krankenkassenbeiträge. Der Betrag ist zu gering, um damit einen Steuerberater zu beauftragen. Wer jedoch noch geistig auf der Höhe ist, will sich mit dieser Thematik eventuell gerne beschäftigen und sich so noch Geld für ein paar Ausflüge verdienen. Der Lohnsteuerjahresausgleich wird mit dem Formular 163 NR D beantragt, das auf der Internetseite des Finanzamtes https://impotsdirects.public.lu heruntergeladen werden kann. Die neuen Steuerformulare werden Anfang Februar von der Finanzverwaltung bereitgestellt.

Stephan Wonnebauer ist Vorstandsmitglied des Deutschen Anwaltvereins Luxemburg.

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Flagge Luxemburg Foto: TV

Bei Fragen zum deutsch-luxemburgischen Recht können sich Grenzgänger an den Deutschen Anwaltverein Luxemburg wenden: kontakt@dav.lu