Mehr Umsatz im Gastgewerbe der Region.

Tourismus : Mehr Umsatz im Gastgewerbe der Region

­ () Mosel, Eifel und Hunsrück liegen voll im Trend. Das zeigt das aktuelle Branchenportrait Tourismus der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier. Die Gästeankünfte in der Region haben im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht – im Vergleich zu 2017 stieg die Zahl um knapp drei Prozent auf 2,3 Millionen.

Besonders die Stadt Trier sticht hervor – sie erzielte mit einem Plus von 7,9 Prozent den größten Zuwachs. Doch auch die Landkreise Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich haben profitiert: Rund vier Prozent mehr Besucher als noch im Vorjahr reisten in die Regionen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Übernachtungszahlen. Knapp sieben Millionen Gäste übernachteten in der Region Trier. 840 545 Übernachtungen entfielen davon auf die Stadt Trier, die somit eine Steigerung von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen konnte. „Die Zahlen sind auf die sehr erfolgreich verlaufene Karl-Marx Ausstellung zurückzuführen“, interpretiert IHK-Tourismusreferentin Anne Kathrin Morbach. Die Ergebnisse zeigten, dass die Stadt mit einer Großausstellung wie Karl-Marx eine hohe Ausstrahlungs- und Anziehungskraft initiieren kann.

„Dabei sind die wirtschaftlichen Effekte nicht nur bei den Museen direkt, sondern auch in branchennahen Bereichen wie dem Tourismus oder dem Einzelhandel zu spüren“, erklärt Morbach. Gerade durch die kleinteilige Anbieterstruktur böte es sich geradezu an, die Kräfte zu bündeln, um eine überregionale Wahrnehmbarkeit erzielen zu können und eine Win-Win Situation für alle Beteiligten zu schaffen.

Auch die Ergebnisse der Saisonumfrage der Industrie- und Handelskammer Trier, die zweimal im Jahr die Betriebe im Gastgewerbe befragt, zeigt, dass die Wintersaison für die Tourismuswirtschaft in der Region positiv verlaufen ist. Ein Drittel der Betriebe bewertete die Geschäftslage als gut. Viele konnten Gewinn- und Umsatzsteigerungen verzeichnen. „Es ist erfreulich, dass 30 Prozent der Betriebe ihre Umsätze steigern konnten“, sagt Morbach. Das entspreche einer Steigerung von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. „Neben den regionalen Weihnachtsmärkten hat auch das schöne Wetter an den Osterfeiertagen zu diesem Ergebnis beigetragen.“

Die Umfrage verdeutliche aber auch, dass die Hotels und Gaststätten in der Region nicht ganz so optimistisch in die Zukunft blickten und die Stimmung sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert habe. Lag der Saldo der Gut-Schlecht Beurteilung 2018 noch bei 15,96 Punkten, ist der Wert 2019 um sieben Punkte auf 8,9 gesunken. Während im letzten Jahr noch jeder dritte Betriebe optimistisch in die Zukunft blickte, ist es in diesem Jahr nur noch jedes sechste Unternehmen.

  Getrübt wird die Stimmung vor allem durch den anhaltenden Fachkräftemangel, die steigenden Arbeitskosten sowie den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Diese zählen laut der IHK-Studie zu den größten Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung der Betriebe.

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