Mobiler Aussichtsturm City-Skyliner im Spätsommer 2019 in Trier

Die Region Trier auf der ITB : So will der Trier-Tourismus im Spätsommer hoch hinaus

Der höchste mobile Aussichtsturm der Welt kommt.

Schon die Miniatur-Ausgabe macht großen Eindruck: 3,20 Meter misst das Modell des City-Skyliners. Das Original bringt es auf 81 Meter. Weil der höchste mobile Aussichtsturm der Welt vom 30. August bis 6. Oktober in Deutschlands ältester Stadt Station machen wird, macht die Betreiberfirma Skyliner GmbH (Soest/NRW) am Rheinland-Pfalz-Stand auf der Internationalen Tourismus-Börse  unübersehbare Werbung.

Für Triers Cheftouristiker Norbert Käthler (53)  ist der Skyliner „das sprichwörtliche Highlight des Jahres“, womit er die Höhe meint. Der Aussichtsturm wird alle Gebäude in der Talstadt überragen, selbst der Greiffenklau-Turm des Doms, der seit anno 1515 die Lufthoheit inne hat, ist zehn Meter kleiner. Nur der Fernmeldeturm auf dem Petrisberg hat mit seinen 132 Metern mehr zu bieten, ist aber nicht öffentlich zugänglich. So kann der Skyliner mit konkurrenzlosen Ausblicken über den Dächern Triers trumpfen.

Sein Standort wird der Parkplatz am Roten Turm neben der Konstantin-Basilika sein – laut Käthler „ein Kompromiss, aber ein sehr guter“. Ursprünglich waren auch der Kornmarkt, der Viehmarkt, der Palastgarten und der Simeonstiftplatz im Gespräch, die aber alle ihre statischen oder genehmigungsrechtlichen Tücken haben. Auch Skyliner-Marketingchef Christoph Loosen (49) ist sicher: „Der Platz am Roten Turm ist eine sehr gute Wahl.“

Die 270 Tonnen Material werden auf 13 Sattelauflegern herangekarrt. Der Aufbau soll drei Tage in Anspruch nehmen, ehe der Betrieb am  letzten August-Freitag starten kann. Täglich ab 11 Uhr (sonntags ab 12 Uhr) bis in die Abendstunden werden bis zu 60 Menschen in 72 Meter Höhe befördert. Die barrierefrei zugängliche Passagierkabine dreht sich bei der Auf- und Abwärtsbewegung um den Turm. Sieben Minuten lang ist eine Tour, wobei der Aufenthalt ganz oben fünf Minuten dauert. Die Tickets kosten sieben Euro, für Drei-bis Zehnjährige werden vier Euro fällig.

Seit seiner Erbauung 2013 hat der City-Skyliner unter anderem in Hamburg, in Bozen (Südtirol) und in Heilbronn Station gemacht. 2017 stand er in Luxemburg. Dort sah ihn Norbert Käthler und sagte: „Den wollen wir auch.“ Nun bekommt Trier ihn, und zwar zum Nulltarif. „Die Stadt zahlt keinen Cent. Das Ganze ist komplett unser Risiko“, versichert Loosen.

Seinen bislang besten Zuspruch verbuchte der Aussichtsturm 2016 in Stockholm – 50 000 Mitfahrer binnen drei Wochen. In Trier bleibt er doppelt so lange.

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