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Moskau
Moskauer Börse bricht nach US-Sanktionen ein

Moskau. Die Anleger in Moskau sind nach der Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland in Scharen aus russischen Aktien und dem Rubel geflohen. Der Index für die in Dollar gelisteten Standardwerte stürzte gestern um fast zwölf Prozent ab. Der Rubel wertete um fast drei Prozent zum Dollar ab. Ein Dollar kostete mit 59 Rubel so viel wie seit November 2017 nicht mehr. Auch der Euro stieg um über drei Prozent auf 73,35 Rubel. Am Freitagnachmittag hatten die USA wegen Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 Sanktionen gegen Russland verhängt.

Zu den Betroffenen zählen der Industriemagnat Oleg Deripaska, zu dem der Aluminiumkonzern Rusal gehört, sowie der Abgeordnete Suleiman Kerimow, dessen Familie den größten russischen Gold-Produzenten Polyus kontrolliert. Polyus verloren gut 15 Prozent ab, Rusal stürzten um rund 47 Prozent ab. Bereits am Freitag hatten Rusal-Papiere 17,7 und Polyus-Titel 3,1 Prozent verloren. Auch die Euro-Anleihen von Polyus sackten auf ein Rekordtief ab.

(rtr)