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Unternehmen
Schneller zu Lesern und Kunden

Bei der Hybridisierung der Zustellung werden mehrere Produkte des Medienhauses zusammengefasst, um die Zustellung zuverlässiger zu machen.
Bei der Hybridisierung der Zustellung werden mehrere Produkte des Medienhauses zusammengefasst, um die Zustellung zuverlässiger zu machen. FOTO: Friedemann Vetter
Trier. Das Verlagshaus Trierischer Volksfreund hat 1,3 Millionen Euro in den Ausbau seines Papierlagers und den Bau einer neuen Verladerampe investiert. Ziel: Leser und Kunden noch schneller mit Informationen und Nachrichten zu versorgen. Von Sabine Schwadorf
Sabine Schwadorf

Längst ist der Trierische Volksfreund nicht mehr nur der Entstehungsort einer Tageszeitung, sondern ein Medienhaus, das Nachrichten in verschiedenster Form virtuell und auf Papier an seine Leser und Nutzer bringt. Darüber hinaus gehört zum Unternehmen eine ausgeklügelte Logistik, die es ermöglicht, alle zu verteilenden Produkte – von der Briefpost mit rund 5,5 Millionen Sendungen im Jahr über die Verteilung der Anzeigenblätter Die Woch und Volksfreund-Tipp bis hin zur Tageszeitung – optimal aufeinander abzustimmen und möglichst wirtschaftlich zu arbeiten.

Jüngstes Beispiel für die Optimierung sind zwei neue Hallen, die das Verlags- und Druckhaus von nun an komplettieren: eine 1600 Quadratmeter große Verladerampe sowie eine nun auf 2500 Quadratmeter erweiterte, beheizbare Papierlagerhalle. „Ziel des Baus ist es, alle Betriebsteile des Unternehmens an einem Standort zu haben, um damit auch viele Wege optimieren zu können“, sagt Kurt Schergen, Betriebsleiter des Druckhauses beim Trierischen Volksfreund. Mitte Januar war der Spatenstich, und bereits nun kann die rund 1,3 Millionen Euro teure Investition in den Standort Trier in Betrieb genommen werden. „Die Herausforderung bestand darin, den Stahlbau zeitlich und finanziell im Griff zu halten“, sagt Reinhard Krick vom beratenden Ingenieurbüro aus Ockenheim, das bereits zahlreiche Projekte in der Druckindustrie betreut hat.

Kern der neuen Verladerampe ist die sogenannte Hybridisierung der Zustellung der Tageszeitung Trierischer Volksfreund, der Wochenzeitung Die Woch, der Briefpost und des Volksfreund-Tipp sowie von Drittprodukten überregionaler Verlage und Zeitungshäuser. Waren zuvor jeweils verschiedene Zusteller unterwegs, um die Produkte teils einzeln an die Haushalte der Region zu verteilen, werden nun alle Produkte zusammen von einem Mitarbeiter geliefert.

Das Ziel: Die Zustellung wird damit wirtschaftlicher und zuverlässiger. Zusätzlich hat das Unternehmen mit einer neuen Maschinentechnik in einen weiteren Beilagenanleger investiert. Rund 80 000 Expemplare der Wochenzeitung Die Woch können nun in die Tageszeitung maschinell eingefügt werden. Darüber hinaus gibt es in der neuen Halle eine weitere Abgabestation für die Austräger der Drittprodukte wie etwa die Luxemburger Post, Zeitschriften und überregionale Tageszeitungen.

Mit dem Zuwachs an Kapazitäten um 500 Quadratmeter im Papierlager befinden sich nun auch alle Funktionen der Logistik wieder am Stammplatz in der Hanns-Martin-Schleyer-Straße in Trier. Zuvor ausgelagert, liegt nun die Verantwortung für Tageszeitung, Post, Kataloge und Wochenzeitung an einem Ort. Schergen: „Wir erhoffen uns davon eine bessere und schnellere Verarbeitung aller Produkte zum Wohl unserer Kunden.“

Die neue Versandhalle beim Trierischen Volksfreund.
Die neue Versandhalle beim Trierischen Volksfreund. FOTO: Friedemann Vetter