„Man muss darüber nachdenken“: Scholz hat Verständnis für Berliner Mietendeckel

„Man muss darüber nachdenken“ : Scholz hat Verständnis für Berliner Mietendeckel

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Verständnis für den von der Berliner Landesregierung geplanten Mietendeckel. „Man muss über solche Maßnahmen jedenfalls mal nachdenken, um den überhitzten Wohnungsmarkt zu dämpfen“, sagte der SPD-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die meisten Menschen, auch aus der Mittelschicht, könnten nicht mehr als 8 Euro kalt je Quadratmeter zahlen. „Wenn wir nicht Verhältnisse wie in London wollen, wo selbst Anwälte und Ärzte in Wohngemeinschaften leben, weil sie sich keine eigene Wohnung leisten können, müssen wir dagegen etwas unternehmen.“

Der rot-rot-grüne Berliner Senat will am kommenden Dienstag ein Eckpunktepapier verabschieden, wonach die Mieten fünf Jahre lang nicht erhöht werden dürfen. Der Eigentümerverband Haus und Grund hatte zu Mieterhöhungen in letzter Minute aufgerufen, was nach Angaben des Mieterbunds allerdings nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich wäre.

Die SPD-Fraktionsvorsitzenden aus Bund und Ländern hatten Anfang Mai einen zeitlich befristeten Mietenstopp für Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt gefordert. Demnach wären nur Anpassungen an die Inflationsrate erlaubt.

Hier wollen alle wohnen: Das inzwischen durchsanierte Szeneviertel Prenzlauer Berg in Berlin. Foto: Jens Kalaene.
Auch Eigentumswohnungen werden rasant teurer. Foto: Tim Brakemeier.
Mietwohnung: Immer schwieriger zu bekommen - und zu bezahlen: Foto: DB Dieter Assmann.
Die Mieterhöhungen vertreiben immer mehr Menschen aus ihren angestammten Wohnvierteln. Foto: Jens Kalaene.
Wohnungsbesichtigung in Hamburg. Foto: Axel Heimken.
Für Normalverdiener nicht mehr bezahlbar: Citynah wohnen im Gründerzeitviertel wie hier im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Foto: Axel Heimken.

Aufruf Haus und Grund

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