| 07:34 Uhr

Essen
Thyssenkrupps Stahlsparte verdoppelt den Gewinn

Essen. Thyssenkrupp treibt mit einem Gewinnsprung der Stahl-sparte im Rücken seine Pläne zu einem Bündnis mit dem Konkurrenten Tata Steel voran. Die Gremien sollten bis Ende Juni über die Pläne zur Fusion der Stahlgeschäfte entscheiden, teilte der Konzern bei der Vorlage der Quartalszahlen mit. Einzelheiten zur geplanten neuen Strategie will Thyssenkrupp erst nach Abschluss der Verhandlungen mit Tata vorlegen. Mit der Unterzeichnung der Verträge werde bis zur Jahresmitte gerechnet, kündigte Finanzvorstand Guido Kerkhoff gestern an.

Thyssenkrupp treibt mit einem Gewinnsprung der Stahl-sparte im Rücken seine Pläne zu einem Bündnis mit dem Konkurrenten Tata Steel voran. Die Gremien sollten bis Ende Juni über die Pläne zur Fusion der Stahlgeschäfte entscheiden, teilte der Konzern bei der Vorlage der Quartalszahlen mit. Einzelheiten zur geplanten neuen Strategie will Thyssenkrupp erst nach Abschluss der Verhandlungen mit Tata vorlegen. Mit der Unterzeichnung der Verträge werde bis zur Jahresmitte gerechnet, kündigte Finanzvorstand Guido Kerkhoff gestern an.

Ursprünglich hatte Thyssenkrupp die Vorlage der neuen Strategie schon im Mai in Aussicht gestellt. Wegen der noch laufenden Verhandlungen über die Stahlfusion war es jedoch zu Verzögerungen gekommen. Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger hatte erst vor wenigen Wochen seinen Kurs gegen die anhaltende Kritik des Großaktionärs Cevian verteidigt, der ein schnelleres Tempo beim laufenden Konzernumbau gefordert hatte. Ob die geplante Stahlfusion noch in diesem Jahr vollzogen werden könne, hänge von den Kartell- und Wettbewerbsbehörden ab, sagte Kerkhoff. Hiesinger, der seit Jahren den Umbau des Mischkonzerns vorantreibt, will zusammen mit Tata den zweitgrößten Stahlkonzern Europas nach ArcelorMittal schmieden. Hier gibt es aber noch einige Baustellen. So hatte Tata dem niederländischen Werk Ijmuiden umfangreiche Zugeständnisse gemacht. Dazu gehört, dass der Standort weiter die Verfügungsgewalt über die erzielten Gewinne behalten soll. Die IG Metall lehnt dies ab.

Thyssenkrupp steigerte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 (per Ende September) seinen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) um 21 Prozent auf 500 Millionen Euro. Die Stahlsparte konnte ihr Ergebnis auf 198 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Hiesinger bekräftigte die Prognose, wonach der operative Gewinn im Geschäftsjahrauf 1,8 bis 2,0 Milliarden Euro nach zuletzt 1,7 Milliarden steigen soll. Nach den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat der Konzern bereits 944 Millionen Euro in der Tasche. Im laufenden Quartal strebt Thyssenkrupp einen Wert etwas über dem Vorjahresergebnis von 519 Millionen an. Im schwächelnden Anlagenbau fuhr Thyssenkrupp allerdings einen Verlust von 23 Millionen Euro ein.

(rtr)