Über 300 Teilnehmer des ersten Trier-Luxemburger BarCamps reden über Digitalisierung.

Digitalisierung : Austausch auf Augenhöhe: Erstes Tri-Lux BarCamp

Über 300 Teilnehmer sprechen über Digitalisierung.

Ein Barcamp? Was ist das? Die erste Assoziation ist völlig falsch, denn es handelt sich nicht um ein Trainingslager für Cocktailmixer! Ein Barcamp ist eine Mischung aus  Konferenz und Workshop, allerdings ohne klassischen Leiter. Zwei Tage lang fand am Campus Gestaltung der Hochschule Trier am Paulusplatz das erste Trierer Barcamp zum Thema Digitalisierung statt.

Dabei bietet jeder Teilnehmer ein Anliegen, ein Diskussionsthema oder eine Workshopidee an. Wer sich angesprochen fühlt, schließt sich der „Session“ an. 45 Minuten lang werden dann Erfahrungen  und Informationen ausgetauscht, Kontakte geknüpft und Diskussionen geführt. Dabei kamen Themen über das Arbeitsleben mit zunehmender Digitalisierung zur Sprache, Fragen zu Fördermöglichkeiten von Start-ups und Erfahrungen mit dem Arbeiten von zu Hause.  Christiane Luxem, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Trier, zeigt sich positiv überrascht von der Resonanz, die „alle Erwartungen übertroffen“ habe. Die Zielsetzung war 150 Teilnehmer – es kamen über 300, darunter Schüler, Studenten und Unternehmer aus Trier und Luxemburg im Alter von 18 bis 60 Jahren.  „Uns war es wichtig, dass es grenzüberschreitend ist.“

Doch die Gesprächsrunden fanden nicht hinter geschlossenen Türen statt. Jederzeit konnte zwischen den Sessions gewechselt werden, und ständig wurde über eine K-Wall, eine große Leinwand mit Verbindung zu sozialen Netzwerken, mit anderen kommuniziert. Via Livestream wurde eine Diskussionsrunde unter anderem mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe zugeschaltet. An zwei Tagen fanden je 24 Sessions statt. Einleitung und Feedbackrunden wurden von Nadja Driessen (Stadt Trier) moderiert. Auch ihr Eindruck ist positiv: „Ich war erstaunt, wie schnell die Leute Schlange standen, um ihre Sessions vorzustellen.“

Zur Abschlussrunde fanden sich gut 60 Teilnehmer ein, die jeweils ein kurzes Statement abgeben konnten, während auf der Leinwand die Meinungen der über Social-Media-Kanäle verbundenen Personen eingeblendet wurden. Offensichtlich konnte jeder etwas von den besuchten Sessions mit nach Hause nehmen. Luxem: „Alle sind auf Augenhöhe. Jeder bringt seine Erfahrungen mit ein, und es gibt kein vorgefertigtes Programm.“

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