| 21:06 Uhr

Für E-Autos
Volkswagen investiert 700 Millionen Euro in US-Werk

 So soll er aussehen: der vollelektrische Transporter VW ID BUZZ.
So soll er aussehen: der vollelektrische Transporter VW ID BUZZ. FOTO: dpa-tmn / Volkswagen AG
VW will schnell das erste vollelektrische Auto des Konzerns auf den Markt bringen. Dazu hat Volkswagen jetzt 700 Millionen Euro in das Werk in Chattanooga in den USA gesteckt.

Volkswagen steckt für den Bau von Elektroautos rund 700 Millionen Euro in sein US-Werk in Chattanooga. 2022 soll dort mit dem Stadtgeländewagen ID Crozz das erste vollelektrische Auto auf Basis des VW-Elektrobaukastens vom Band rollen, wie Konzernchef Herbert Diess am Montag in Detroit mitteilte. „Die Entscheidung, unsere US-Fertigung für Elektrofahrzeuge in Chattanooga anzusiedeln, ist ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie von Volkswagen in Nordamerika“, sagte der Manager. „Wir kämpfen um Marktanteile in den USA.“

Lange hatten die Wolfsburger offengelassen, ob sie das bestehende Werk im US-Bundesstaat Tennessee auf Elektrofahrzeuge umrüsten. Chattanooga gilt als vergleichsweise gering ausgelastet. Auch der E-Bulli ID Buzz soll in der Fabrik künftig gebaut werden.

Weltweit entstehen in den nächsten Jahren acht Werke in Europa, Nordamerika und China, die den Elektrobaukasten von Volkswagen für den Bau von E-Autos nutzen. Durch den Ausbau von Chattanooga entstünden bis zu 1000 direkte Arbeitsplätze sowie weitere Jobs bei Zulieferern in der Region, hieß es von VW. US-Präsident Donald Trump setzt europäische Autobauer derzeit mit der Androhung von Sonderzöllen auf europäische Importfahrzeuge unter Druck.

(kron)