| 14:06 Uhr

Zukunft von Müller unklar
VW will Konzernspitze umbauen

Konzernchef Matthias Müller (r.), hinter ihm Finanzvorstand Frank Witter (Archiv).
Konzernchef Matthias Müller (r.), hinter ihm Finanzvorstand Frank Witter (Archiv).
Wolfsburg. Der VW-Konzern will seine Führungsmannschaft umbauen. Dies könne auch zu personellen Veränderungen im Vorstand führen, teilte der Autohersteller mit. Laut einem Medienbericht soll Unternehmenschef Matthias Müller abgelöst werden.

Volkswagen geht den Konzernumbau an und schließt dabei Veränderungen in der Führungsstruktur nicht aus. "Die Volkswagen Aktiengesellschaft erwägt eine Weiterentwicklung der Führungsstruktur für den Konzern, die auch mit personellen Veränderungen im Vorstand und mit Änderungen bei den Ressortzuständigkeiten im Vorstand verbunden wäre", teilte der Wolfsburger Konzern am Dienstag mit.

Dazu könnte auch eine Veränderung im Amt des Vorstandsvorsitzenden gehören, teilte das Unternehmen weiter mit. Vorstandschef Matthias Müller habe seine "grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, an den Veränderungen mitzuwirken". Das Ergebnis der Überlegungen und der Gespräche stehe aber noch nicht fest. Weitere Angaben machte der Dax-Konzern zunächst nicht.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters trifft sich der Aufsichtsrat von Volkswagen an diesem Freitag, um über mögliche Veränderungen der Führungsstruktur zu beraten. Ein Thema werde dabei auch der Konzernumbau sein. Reuters berief sich auf Angaben von zwei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien.

Nach Informationen des "Handelsblatts" soll Matthias Müller als Konzernvorsitzender abgelöst werden. Wie die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, soll VW-Markenchef Herbert Diess sein Nachfolger werden. Bisher bestätigte das Unternehmen das nicht, dementierte es aber auch nicht.

(wer)