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Warum Corona Schloss Wachenheim einen Strich durch die Rechnung macht.

Getränke : Stabiler Umsatz in schwieriger Zeit

Schloss Wachenheim erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2019/2020 rund 338 Millionen Euro.

() Trotz Umsatzausfällen im Lockdown hat die Schloss Wachenheim AG zum Ende des Geschäftsjahres 2019/20 mit 338,2 Millionen Euro Umsatz das Vorjahresniveau wieder erreicht (337,2 Millionen Euro). Umsatztreiber waren Steigerungen im osteuropäischen Teilkonzern Ambra SA und die erstmalige Einbeziehung der Vino Weinhandels GmbH in den Konzernabschluss. Diese Fachmarktkette mit bundesweit 19 Filialen hatte Schloss Wachenheim im August 2019 übernommen.

Allerdings haben Rückgänge bei Absatz und Umsatz in Frankreich und Deutschland bereits das erste Halbjahr des Geschäftsjahres belastet, sagt Oliver Gloden, Vorstandssprecher der Schloss Wachenheim AG, einem der europaweit führenden Perl- und Schaumweinhersteller und Vertreiber. Wermutstropfen im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres: die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. „Die Absage von Festen und Veranstaltungen als wichtige Verwendungsanlässe für unsere Produkte sowie der ‚Lockdown‘ haben zu spürbaren Umsatzausfällen geführt“, fasst Gloden die Geschäftsentwicklung zusammen. „Die Corona-Krise hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Die Zahl der verkauften Flaschen – umgerechnet in 1-Liter-Flaschen – lag konzernweit mit 214 Millionen leicht unter dem Vorjahresniveau (220,7 Millionen). Zudem haben Verschiebungen im Artikelmix, aber auch die Nachwirkungen hoher Weinpreise aus der Ernte 2017 sowie Steigerungen bei Sach- und Personalkosten das Ergebnis belastet, erklärt Gloden. Der Konzerngewinn liegt mit 13 Millionen Euro um rund 19 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (16 Millionen Euro).