Werbung als bedeutender Wirtschaftsfaktor

Bruttoinlandsprodukt-Anteil von 1,4 Prozent : Werbung als bedeutender Wirtschaftsfaktor

Reklame hat nicht nur eine essenzielle Bedeutung für Unternehmen, die so auf ihre jeweiligen Dienstleistungen oder Produkte aufmerksam machen. Sie spielt auch eine wichtige wirtschaftliche Rolle.

Werbung begegnet uns überall im Alltag, ob in Form von TV-Werbung, Sponsoring, Social Ads in den sozialen Netzwerken, Broschüren oder Plakaten. Prinzipiell funktioniert sie sowohl im großen als auch im kleinen Rahmen. Große Unternehmen, die über entsprechende finanzielle Mittel verfügen, engagieren oft renommierte Agenturen, die riesige Plakatwände gestalten oder TV-Spots drehen. Demgegenüber müssen kleine Firmen sich vor allem darum bemühen, lokale Bekanntschaft zu erlangen. Zudem gilt es für alle Unternehmen gleichermaßen, sich auf Fachmessen und Branchentreffs zu präsentieren. Und auch hier kommen Werbemittel wie Flyer, Broschüren oder Roll-up-Displays zum Einsatz, die man nach eigenen Vorstellungen und Budget gestalten kann. Ganz gleich also, wie groß oder klein ein Unternehmen ist, Werbung scheint unverzichtbar zu sein - und tatsächlich handelt es sich um einen elementaren Wirtschaftsfaktor.

Im Jahr 2018 wurden in der Bundesrepublik etwa 47 Milliarden Euro in Werbung investiert. Das entspricht einem Bruttoinlandsprodukt-Anteil von 1,4 Prozent. Zudem umfasst die Werbebranche mehr als 890.000 Arbeitsplätze - 2,1 Prozent der deutschen Erwerbstätigen sind also direkt oder indirekt in der Werbewirtschaft tätig, entweder im Kernbereich oder in den Zulieferbetrieben.

Werbung kurbelt außerdem den Wettbewerb an und gilt als Innovationsantreiber. Um Wettbewerber zu übertreffen und Kunden für sich zu gewinnen, müssen Unternehmen immer wieder bessere und innovativere Produkte und Services anbieten. Werbung gilt für Verbraucher als wichtiges Instrument, um sich in einem wachsenden Warenangebot zu orientieren, indem sie durch sie Informationen über Produkte und Dienstleistungen erhalten. Das bedeutet, dass das Wachstum in bestehenden Branchen und das Entstehen neuer Märkte letztlich zu einem Großteil auf Werbung zurückzuführen ist.

Viele Medien finanzieren sich hauptsächlich durch Werbung. Würde diese Säule fehlen, stiegen zum einen die Kosten für die Verbraucher enorm an, die die Medien weiterhin konsumieren möchten. Des Weiteren wäre die Vielfalt der Medien eingeschränkt, da diese ohne die finanziellen Mittel durch Werbeeinnahmen ihrer Funktion nicht mehr in dem aktuellen Maße erfüllen könnte: unabhängig zu informieren, einzuordnen und so zur öffentlichen Meinungsbildung beizutragen. Zudem gäbe es deutlich weniger Informationsquellen. Themen- und Quellenvielfalt allerdings sind unverzichtbar für ein demokratisches Gemeinwesen.

Außerdem spielt die Werbewirtschaft bei kulturellen Veranstaltungen oder im Sport eine tragende Rolle. Denn ohne Sponsorengelder könnten viele Events in ihrer jetzigen Form nicht stattfinden. Und zu guter Letzt finanzieren sich zahlreiche Online-Angebote wie E-Mail-Dienste, Social-Media-Plattformen und Suchmaschinen durch Werbung und können nur dank dieser kostenlos genutzt werden.

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