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Bilanzskandal bei Möbelkonzern
Wiese senkt Beteiligung an Steinhoff von 21 auf 6 Prozent

FOTO: dpa, wie
Der südafrikanische Multimilliardär Christo Wiese hat seinen Anteil am angeschlagenen südafrikanisch-deutschen Möbelkonzern Steinhoff reduziert. Laut einer Mitteilung der niederländischen Börsenaufsicht hält der frühere Steinhoff-Großaktionär nunmehr nur noch 6,2 Prozent nach zuvor rund 21 Prozent.

Im Dezember hatte Wiese seinen Posten als Chairman bei dem Möbelkonzern aufgegeben, einige Tage später wurde er auch als vorübergehender Vorstandschef abgelöst. Wiese war die zentrale Figur bei der Entwicklung von Steinhoff von einer kleinen Möbelfirma bis hin zu einem Einzelhandelsimperium mit 40 Marken in allen möglichen Ländern von Conforama in Frankreich über Poundland in Großbritannien hin zu Poco in Deutschland.

Steinhoff kommt seit längerem nicht mehr aus den Schlagzeilen. Der Möbelkonzern wird von einem Bilanzierungsskandal erschüttert, der an seiner Glaubwürdigkeit bei Anlegern und Kreditgebern rüttelt. Steinhoff ist mit mehr als zehn Milliarden Euro verschuldet, rund zwei Milliarden davon werden in diesem Jahr fällig. Zuletzt trennten sich immer mehr Banken Finanzkreisen zufolge mit Verlust von ihren Krediten an dem Möbelkonzern. Zudem wurde der ehemalige Chef Markus Jooste wegen des Verdachts der Korruption angezeigt.

(felt)