Noch zu schnell für 24 Stunden

Der 51-jährige Viktor Lieder aus Daun-Boverath von der LG Vulkaneifel lief in Kienbaum bei Berlin in 24 Stunden mehr als 160 Kilometer.

Kienbaum. (teu) Welcher Läufer sagt schon: "Ich bin zu schnell"? Viktor Lieder tut es. Und der ehemalige Skilangläufer weiß, was er sagt, wenn er behauptet, für einen 24-Stunden-Lauf sei er noch ein bisschen zu flott. Diejenigen, die während eines Tages und einer Nacht die meisten Kilometer zusammen bekommen, liefen immer im gleichen, langsamen Tempo, hat Lieder während der Deutschen Meisterschaften in Kienbaum bei Berlin am vergangenen Wochenende beobachtet. Bei seinem Debüt kam er auf Anhieb auf 160 040 Meter und den siebten Platz in der Altersklasse M50 (50 bis 54 Jahre). Insgesamt belegte er unter 140 Startern den 36. Platz. "Für das erste Mal war das ganz gut", sagt Lieder über die Herausforderung 24 Stunden lang auf einer Ein-Kilometer-Runde im Kreis zu laufen. Einen Drehwurm habe er dabei nicht bekommen.

Die meisten Läufer fuhren mit mehreren Helfern, die sie bei der Organisation der Verpflegung, dem Kleider- und Schuhwechsel unterstützten, nach Kienbaum. Da er allein unterwegs war, und sich aus dem offenen Kofferraum seines Autos verpflegte war die kurze Laufrunde von Vorteil: "Die Verpflegung war immer da, wenn ich sie brauchte." Als Einzelkämpfer hatte Lieder die Anreise noch in den Knochen stecken. Am Freitag stand er bei der Fahrt gen Osten stundenlang im Stau - nicht gerade die ideale Vorbereitung. Sein letzter 24-Stunden-Lauf soll dies nicht gewesen sein. "Es war eine interessante Erfahrung", sagt Lieder. Die Schwierigkeit sei die Vorbereitung. Bis zu 350 Kilometer lief Lieder pro Woche, wenn möglich zu seiner Arbeit nach Gerolstein. Das hört sich hart an, "aber es macht Spaß, und so lange mache ich weiter", sagt Lieder.

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