| 15:02 Uhr

Gesundheit
Kompetenter Rat zu medizinischen Themen

Kerstin Medryscha, Assistenz-Ärztin im Krankenhaus der Barmherzigen Brueder Trier
Kerstin Medryscha, Assistenz-Ärztin im Krankenhaus der Barmherzigen Brueder Trier FOTO: Rudolf Wichert
Im März steht die „Gesundheit im Zentrum“: Veranstaltungsreihe für Patienten und Interessierte im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier.

Wissen kann vor Krankheiten schützen, medizinische Informationen können Patienten und Angehörigen das Leben mit einer Erkrankung leichter machen. Dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier ist es ein wichtiges Anliegen, Patienten und deren Angehörige sowie alle an medizinischen Themen interessierte Menschen umfassend und kompetent zu informieren.

„Die Resonanz auf unsere zahlreichen Patienteninformationsveranstaltungen belegt regelmäßig, wie groß der Bedarf an fundiertem und verständlichem Wissen ist“, erklärt der Ärztliche Direktor und Chefarzt des Zentrums für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin, Professor Dr. med. Winfried A. Willinek. Mit der Veranstaltungsreihe „Gesundheit im Zentrum“ komme man dem weit verbreiteten Bedürfnis nach verlässlichen und hilfreichen Informationen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern einmal mehr nach, erklärt Professor Willinek.

Umfassende Expertise, verschiedene Disziplinen,
breites Leistungsspektrum

Mit seinen 15 medizinischen Fachabteilungen und fast ebenso vielen Kompetenzzentren verfügt das Brüderkrankenhaus über eine reichhaltige Expertise und ein breites Leistungsspektrum, welche nahezu alle medizinischen, diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten abdecken. Dass hierbei eine enge Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg gepflegt wird, schlägt sich positiv in der Behandlung der Patientinnen und Patienten nieder und spiegelt jetzt auch das Programm der Veranstaltungsreihe „Gesundheit im Zentrum“ wider.

Den Auftakt bildet am 1. März ein Vortrag, der sich der Frage widmen wird: „Was tun bei Fußschmerz?“. Unsere Füße sind starken Belastungen ausgesetzt, auf sie wirkt bei jedem Schritt eine Kraft, die dem Zwei- bis Dreifachen unseres Körpergewichts entspricht. Schmerzen im Vorfußbereich sind von daher ein häufiges Krankheitsbild, berichtet Professor Dr. med. Thomas Hopf. Der Chefarzt der Abteilung für Orthopädie, in dessen Team zwölf Ärzte arbeiten, wird in seinem Vortrag auf Themen wie Hallux valgus, Hallux rigidus, Krallen- und Hammerzehen, Druckstellen, Fersensporn, Achillessehne sowie den Diabetischen Fuß eingehen.

Mit einer Veranstaltung zum künstlichen Hüftgelenk wird Professor Hopf die Themenreihe „Gesundheit im Zentrum“ am 22. März auch abschließen. Bei der Coxarthrose handelt es sich um eine der häufigsten Verschleißerkrankungen des Bewegungsapparates. Lassen sich die Beschwerden durch konservative Maßnahmen nicht mehr lindern, führt an einem Gelenkersatz häufig kein Weg vorbei. Die Abteilung für Orthopädie wurde 2013 als eines der ersten Maximalversorgungszentren für die endoprothetische Versorgung von Hüft- und Kniegelenken zertifiziert. Mit jährlich etwa 600 Implantationen sowie Wechsel- und Revisionsoperationen zählt das EndoProthetikZentrum des Brüderkrankenhauses zu den größten endoprothetischen Versorgern in Rheinland-Pfalz.

Gerade bei bösartigen und komplexen Erkrankungen arbeiten Ärztinnen und Ärzte unterschiedlicher Disziplinen Hand in Hand, um so den Patienten die bestmögliche Diagnostik und Therapie bieten zu können. Neben Medizinern sind zudem spezialisierte Pflegepersonen, Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Apotheker, Sozialarbeiter und Seelsorger in die umfassende Betreuung onkologischer Patienten involviert. Diese intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit bildet denn auch die Basis des kürzlich erfolgreich rezertifizierten Onkologischen Zentrums.

Bei nicht wenigen Krebsarten lässt sich das Risiko zu erkranken, spürbar senken; bei vielen Tumoren kommt es zudem entscheidend darauf an, diese möglichst früh zu erkennen und entsprechend frühzeitig zu behandeln. Hierzu will der Patiententag „Aktiv gegen Krebs“ am 10. März einen Beitrag leisten. Während Professor Dr. med. Christian Kölbel, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin I, zur Entstehung des Dickdarmkrebses sprechen wird, berichtet der Chefarzt der Abteilung für Urologie und Kinderurologie, Privatdozent Dr. med. habil. Andreas Neisius, über neue Entwicklungen in der Diagnostik und Vorsorge beim Prostatakarzinom. Anschließend werden Dr. med. Christian Kaes, Leiter des Lungenkrebszentrums, und Dr. med. Martin Lübke von der Abteilung für Innere Medizin III über Risikofaktoren, Symptome und Prävention beim Lungenkrebs informieren.

Zum Programm des Patiententages „Aktiv gegen Krebs“ wird außerdem die Möglichkeit zum Gespräch mit den genannten und weiteren Experten des Onkologischen Zentrums zählen. Darüber hinaus werden vor Ort Vertreter verschiedener Selbsthilfegruppen, der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz sowie des Patienten-Informationszentrums (PIZ) des Brüderkrankenhauses präsent sein.

Zahlreiche Akteure, langjährige Erfahrung, ein gemeinsames Ziel

Mit der Aorta bildet am 21. März die größte Arterie des menschlichen Körpers den Schwerpunkt einer Patienteninformationsveranstaltung mit dem Titel „Die Hauptschlagader im Zentrum“. Veranstalter ist das von drei renommierten Fachgesellschaften zertifizierte und vom Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Professor Dr. med. Detlef Ockert, geleitete Zentrum für Gefäßmedizin. Auch in diesem Kompetenzzentrum wird ein breites Leistungsspektrum des Brüderkrankenhauses gebündelt: Mit der Kardiologie sowie der Herz- und Thoraxchirurgie, der Abteilung für Innere Medizin II mit ihren Schwerpunkten Diabetologie und Angiologie, der Gefäßchirurgie und dem Shuntzentrum Trier sowie der Abteilung für Neurologie – um nur eine Auswahl zu nennen – befinden sich an Ort und Stelle gleich mehrere Fachdisziplinen, die auf dem Gebiet der Gefäßmedizin von Bedeutung sind. Die zahlreichen Akteure eint ein Ziel: Patienten quasi aus einer Hand die für sie optimale Untersuchung und bestmögliche Behandlung bieten zu können.

Informationen aus erster Hand erhalten die Besucher der Veranstaltung. So werden sich die beiden Chefärzte Dr. med. Karl Eugen Hauptmann (Abteilung für Innere Medizin III / Kardiologie) und Professor Dr. med. Ivar Friedrich (Abteilung für Herz- und Thoraxchirurgie) den konservativen, interventionellen und operativen Therapien von Erkrankungen der herznahen Aorta und der Aortenklappe widmen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird der Schwerpunkt bei der Hauptschlagader im Bauch liegen. Dr. med. Ulrich Seider von der Sektion Gefäßchirurgie des Zentrums für Gefäßmedizin berichtet über operative Behandlungsmöglichkeiten. Auf ihn folgt Dr. med. Holger Grell, Sektionsleiter Interventionelle Therapie des Zentrums für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin, der die minimal-invasive Therapie bei Erkrankungen der Bauchaorta vorstellen wird.

Sämtliche Veranstaltungen finden im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, Nordallee 1, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

ALLE VERANSTALTUNGEN AUF EINEN BLICK

WAS TUN BEI FUßSCHMERZ?

01.03.2018 | 18 Uhr

Schmerzen im Vorfußbereich sind ein häufiges Krankheitsbild. Während bei jungen Patienten den Beschwerden oft ein Überlastungssyndrom zugrunde liegt, leiden Ältere meist unter Spreizfüßen und in deren Folge an Schmerzen am Fußballen sowie an den Zehen. Auch Veränderungen am Rückfuß können zu hartnäckigen Beschwerden führen; hier ist das Augenmerk auf Fehlstellungen und Sehnenüberlastungen zu richten. Die Liste möglicher Erkrankungen ist lang: Hallux valgus, Hallux rigidus, Krallen- und Hammerzehen, Druckstellen, Fersensporn, Achillessehne und Diabetischer Fuß. Meist werden Fußbeschwerden zunächst konservativ behandelt. Führen Therapien wie Einlagenversorgung, Nachtschienen oder gezielte Krankengymnastik nicht zum Erfolg, steht eine Vielfalt an operativen Eingriffen zur Verfügung. Wichtig ist, dass – je nach Krankheitsbild – der adäquate Eingriff gewählt und mit ausgeklügelter Technik durchgeführt wird. Dann lässt sich nahezu jedes Fußproblem lösen und meist auch erreichen, dass die volle Funktion zurückkehrt.

PATIENTENTAG AKTIV GEGEN KREBS

10.03.2018 | 9 - 12 Uhr

Täglich erhalten hierzulande mehr als 1.300 Menschen die Diagnose Krebs. Viele Tumorerkrankungen können inzwischen geheilt werden – vorausgesetzt, die Krankheit wird früh erkannt und entsprechend rasch behandelt. Bei einigen Erkrankungen, etwa dem Dickdarmkrebs, lässt sich der Entstehung sogar vorbeugen, indem Vorstufen eines Karzinoms rechtzeitig entdeckt und entfernt werden. Im Rahmen des Patiententages „Aktiv gegen Krebs“ informieren Ärzte über Entstehung, Diagnose und Behandlung von Dickdarm-, Prostata- und Lungenkrebs und geben Antworten auf die Fragen, welche Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind und was ein jeder selbst tun kann, um einer möglichen Krebserkrankung vorzubeugen. Nach den Vorträgen besteht Gelegenheit zum Gespräch mit den Referenten sowie weiteren Experten des Onkologischen Zentrums des Brüderkrankenhauses. Außerdem werden Vertreter mehrerer Selbsthilfegruppen, der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz sowie des Patienten-Informationszentrums vor Ort sein.

DIE HAUPTSCHLAGADER IM ZENTRUM

21.03.2018 | 17 - 18.30 Uhr

Die Aorta zählt zu den größten Gefäßen des menschlichen Körpers. Über sie wird das Blut aus der linken Herzkammer in den großen Blutkreislauf geleitet. So versorgt die sogenannte Bauchaorta eine ganze Reihe wichtiger Organe wie Leber, Milz und Bauchspeicheldrüse, aber auch den Zwölffingerdarm sowie weite Teile des Darms mit Blut. Ihrer Bedeutung entsprechend, wird die Aorta auch als „Hauptschlagader“ bezeichnet. Was im Umkehrschluss jedoch auch bedeutet, dass Erkrankungen dieses Gefäßes weitreichende gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod nach sich ziehen können. Im Rahmen der Veranstaltung „Die Hauptschlagader im Zentrum“ informieren erfahrene Gefäßspezialisten sowohl über konservative und interventionelle als auch operative Behandlungen der Aortenklappe sowie der herznahen Aorta. In weiteren Expertenvorträgen werden anschließend chirurgische und interventionelle Behandlungsverfahren von Erkrankungen der Aorta im Bauchraum aufgezeigt.

DAS KÜNSTLICHE HÜFTGELENK

22.03.2018 | 18 Uhr

Der Hüftgelenksverschleiß, medizinisch als Coxarthrose bezeichnet, zählt zu den häufigsten Verschleißerkrankungen des Bewegungsapparates. Er betrifft Männer und Frauen im mittleren und höheren Erwachsenenalter, doch Alter allein ist noch kein Grund für eine Coxarthrose. Selbst wenn man täglich viele Kilometer zurücklegte, hielte ein Hüftgelenk dies mühelos aus – vorausgesetzt, es ist intakt und gesund. Doch viele Menschen kämpfen zum Teil seit Kindesbeinen mit Problemen; sei es, weil eine angeborene Fehlstellung vorliegt oder die Gelenke extrem belastet wurden und werden. Kommt es zum Verschleiß, geht der Knorpelabrieb infolge der Beanspruchung des Gelenks schneller vonstatten als die Regeneration in Ruhephasen. Da der Verschleiß anfangs schleichend verläuft, werden die Folgen oft erst spät spürbar. Lassen sich die Beschwerden durch konservative Maßnahmen nicht lindern, wird der Gelenkersatz notwendig. Es gibt heute eine Vielzahl unterschiedlicher Prothesen, so dass für fast jede Hüfte und jeden Patienten die optimale Versorgung gefunden werden kann.