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TÜV-Verband e. V.: TÜV-Verband Presseinfo: Vor der dunklen Jahreszeit Fahrzeugbeleuchtung kontrollieren

TÜV-Verband e. V. : TÜV-Verband Presseinfo: Vor der dunklen Jahreszeit Fahrzeugbeleuchtung kontrollieren

+++ Wetterumschwung beeinträchtigt Sichtverhältnisse auf der Straße stark +++ Blendung des Gegenverkehrs durch richtige Einstellung vermeiden +++ Technische Funktion aller Leuchten am Fahrzeug kontrollieren +++ Im Oktober: Deutschlandweit kostenloser Licht-Test in TÜV-Stationen +++

Mit Herbst beginnt die sogenannte dunkle Jahreszeit, in der es draußen länger dunkel als hell ist. "Im Herbst und Winter müssen Autofahrer:innen besonders häufig ihre Scheinwerfer nutzen. Da ist es wichtig, dass die Scheinwerfer jedes Fahrzeugs einwandfrei funktionieren, sonst gefährdet man im schlimmsten Fall sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer:innen", sagt Frank Schneider, Referent für Fahrzeugtechnik des TÜV-Verbands. Fahrer:innen sollten sich vergewissern, dass ihre Scheinwerfer tun, wofür sie bestimmt sind: Die Straße ausleuchten und die eigene Sichtbarkeit erhöhen.

Neben der technischen Funktionalität sollten auch die Einstellungen der Scheinwerfer kontrolliert werden, denn falsch eingestellte Scheinwerfer blenden andere Verkehrsteilnehmer:innen. Insbesondere das extrem helle Licht von LED- und Xenon-Scheinwerfern können entgegenkommende Fahrer:innen als grell empfinden, obwohl für sie dieselben Grenzwerte bezüglich Blendung gelten wie für herkömmliche Halogenscheinwerfer. Die TÜV-Unternehmen bieten in diesem Jahr in Kooperation mit dem deutschen Kraftfahrzeuggewerbe wieder während des gesamten Oktobers einen kostenlosen Licht-Test an, bei dem auch die richtige Einstellung der Scheinwerfer kontrolliert wird. Der TÜV-Verband gibt Tipps für den Lichttest zuhause und gibt Hinweise, wie Autofahrer sicher während der dunklen Jahreszeit unterwegs sind.

Korrektes Ausrichten gegen gefährliches Blenden

Der technologische Fortschritt an Fahrzeugen umfasste in den vergangenen Jahren auch Scheinwerfer. Während die meisten Fahrzeuge in Deutschland über Halogenscheinwerfer verfügen, werden seit 2008 in den meisten Modellen LED-Lichtsysteme verbaut. "Moderne Autoscheinwerfer erzeugen dank der Fortschritte bei Scheinwerferlinsen, Projektoren und Gehäusen einen breiteren, längeren und präziseren Lichtweg", sagt Schneider. "Bei Fahrzeugen, die mit Halogenlampen ausgestattet sind, liegt die Leuchtweite bei etwa 100 Metern und durch das warmweiße Licht erscheint der Lichtstrahl weniger fokussiert." Das kaltweiße Licht von LED- oder Xenon-Scheinwerfern führt jedoch häufig dazu, dass Verkehrsteilnehmer:innen sie als grell wahrnehmen. Sind die Scheinwerfer zu hoch ausgerichtet, stört das den Gegenverkehr zusätzlich. "Hochwertige Scheinwerfer sind wichtig, um den Weg zu beleuchten", sagt Schneider. "Allerdings nützen diese nur, wenn sie richtig auf die Straße leuchten. Viele Autobesitzer:innen vergessen oder vernachlässigen die Ausrichtung ihrer Scheinwerfer. Dabei kann es mit der Zeit oder durch einen Austausch des Glühmittels passieren, dass die Scheinwerfer eines Autos nicht mehr richtig ausgerichtet sind." Angesichts des bevorstehenden Herbst- und Winterwetters sind Autofahrer:innen gefordert, wichtige Kontrollen an ihren Fahrzeugen durchzuführen. So können sie zweifelsfrei dafür sorgen, dass sie jederzeit gesehen werden und alles sehen können.

Für Fahrzeughalter:innen, die in diesem Herbst den Lichtcheck nicht selbst durchführen können, bieten TÜV-Unternehmen in Kooperation mit dem deutschen Kraftfahrzeuggewerbe im Oktober erneut einen kostenlosen Licht-Test (https://www.licht-test.de/) an. Dabei überprüfen die Werkstätten die technische Funktionstüchtigkeit der Beleuchtungsanlage und die richtige Einstellung der Scheinwerfer. Der Licht-Test ist etwas Besonderes, denn außerhalb der Beleuchtungswochen dürfen TÜV-Prüfer:innen keine eigenen Einstellungen vornehmen, sondern bemängeln Fehler an der Beleuchtung. Und das sehr oft: Der am häufigsten bemängelte Punkt bei einer HU-Untersuchung ist die Beleuchtung.

Lichttest in Eigenregie

Um die Funktion der Scheinwerfer zu kontrollieren, sollten Fahrer:innen das Fahrzeug einschalten. Im Stillstand werden nun alle Lichter (Abblendlicht, Fernlicht, Bremslicht, Nebelleuchten, Blinker und das Rückfahrlicht) nacheinander angeschaltet. Währenddessen geht eine zweite Person um das Fahrzeug herum und stellt sicher, dass die Lichter funktionieren und hell leuchten. "Wer alleine einen Lichtcheck machen möchte, kann die Rücklichter kontrollieren indem das Fahrzeug rückwärts vor einer Glas- oder Schaufensterfront geparkt wird", rät Schneider. Über das Spiegelbild sind die Funktionen aller rückwärtigen Leuchten inkl. Bremse & Rückwärtsgang sichtbar. Grundsätzlich gilt beim Lichtcheck: es sollten stets beide Seiten einer Lichtart voll funktionsfähig und gleichmäßig hell sein. Außerdem darf das Lichtgehäuse nicht trüb oder beschlagen sein. Ist dies der Fall, sollten man sie vor der nächsten Fahrt im Dunkeln austauschen lassen. Schneider: "Leuchtmittel im Heckbereich können Fahrer:innen mit etwas technischem Geschick eigenhändig austauschen. Aber den Austausch, Unfallreparaturen oder eine Nachjustierung der Leuchtmittel der Frontscheinwerfer sollten von Profis in einer Werkstatt gemacht werden."

Eine eigenhändige Neuausrichtung der Scheinwerfer sollten Autofahrer:innen jedoch immer dann durchführen, wenn sie vollbeladen beziehungsweise mit Anhänger fahren. Links neben dem Lenkrad befindet sich bei den meisten Fahrzeugmodellen das Verstellrädchen für Abblend- und Fernlicht. Mit dem Rädchen kann der Neigungswinkel der Scheinwerfer geändert werden. Auf einem Aufkleber im Scheinwerfergehäuse oder in der Bedienungsanleitung können Fahrzeughalter:innen die vorgeschriebene Gradzahl für die Scheinwerfer des eigenen Fahrzeugs ablesen. Bei den meisten Fahrzeugen liegt der Neigungswinkel des Abblendlichts zwischen 1 und 1,2 Grad, der des Fernlichts zwischen 2 und 2,5 Grad.

Sicherer Durchblick durch Herbst und Winter

Widrige Witterungsbedingungen im Herbst und Winter erschweren das Autofahren insgesamt. Wie Autofahrer:innen trotzdem den Durchblick behalten, verrät der TÜV-Verband. Dazu schreibt der Gesetzgeber eine sogenannte Abfahrtskontrolle vor. Fahrer:innen sollten daher vor jeder Fahrt den Zustand der Reifen sowie die Funktion der Bremsen und die Beleuchtung kontrollieren.

- Autoscheiben innen und außen sauber halten: Staub und Schmutz können die Sicht beeinträchtigen. - Den direkten Blick in die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge vermeiden, um nicht geblendet zu werden. Stattdessen sollte der Blick etwas tiefer oder nach rechts gerichtet werden, sodass die weiße Seitenlinie am Straßenrand im Blick ist. - Ablenkungen vermeiden: Stereoanlage, Navigationssystem und Heizung vor Abfahrt einstellen und volle Konzentration auf die Straße und den Verkehr richten. - Ausgeruht fahren: Erschöpft und nach einem Arbeitstag verlangsamt sich die Reaktionszeit. - Wettervorhersagen beachten, Fahrstil an Wetterbedingungen anpassen und genügend Zeit für die Fahrt einplanen. - Bei Stopps im Dunkeln dafür sorgen, dass das eigene Auto und man selbst gesehen wird: Reflektierende Dreiecke in sicherem Abstand zum Auto aufstellen und eine Warnweste anziehen.

Weitere Informationen unter www.tuev-verband.de/mobilitaet

Über den TÜV-Verband: Der TÜV-Verband e. V. vertritt die politischen und fachlichen Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Der Verband setzt sich für technische und digitale Sicherheit bei Produkten, Anlagen und Dienstleistungen durch unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung ein. Mit seinen Mitgliedern verfolgt der TÜV-Verband das Ziel, das hohe Niveau der technischen Sicherheit in unserer Gesellschaft zu wahren und Vertrauen für die digitale Welt zu schaffen.

Pressekontakt:

Maurice Shahd Pressesprecher TÜV-Verband e. V. Friedrichstraße 136 | 10117 Berlin T 030 760095-320, E presse@tuev-verband.de www.tuev-verband.de | www.twitter.com/tuevverband

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