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Ipsos GmbH: Zuspruch für Scholz größer als für Ampelregierung / Lauterbach beliebtester Bundesminister, Baerbock und Özdemir polarisieren am stärksten

Ipsos GmbH : Zuspruch für Scholz größer als für Ampelregierung / Lauterbach beliebtester Bundesminister, Baerbock und Özdemir polarisieren am stärksten

In den ersten Wochen seiner Amtszeit sind die Deutschen mit Kanzler Olaf Scholz zufriedener als mit der Arbeit der Bundesregierung, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos.

Jeder vierte Bundesbürger (25%) bewertet Scholz´ Arbeit auf einer Skala von 1 bis 10 als sehr zufriedenstellend (8-10), nur 18 Prozent zeigen sich deutlich unzufrieden (1-3).

Die Bundesregierung als Ganzes schneidet in der Bewertung der Deutschen dagegen schlechter ab. Nur jeder fünfte Befragte (20%) ist mit der bisherigen Leistung der Ampelregierung sehr zufrieden, fast jeder Vierte (23%) äußert sich unzufrieden. Auch die Arbeit der einzelnen Kabinettsmitglieder wird mit einer Ausnahme weniger positiv wahrgenommen als die des Bundeskanzlers.

Vorschusslorbeeren für Gesundheitsminister, Grüne ecken an

Der Ressortchef mit dem größten Zuspruch bei der deutschen Bevölkerung ist Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Mehr als jeder dritte Bundesbürger (34%) empfindet die Leistung des SPD-Politikers als sehr positiv, jeder Vierte (25%) zeigt sich unzufrieden. Mit weitem Abstand hinter Lauterbach und Scholz folgen Finanzminister Christian Lindner (19% zufrieden | 25% unzufrieden) und Arbeitsminister Hubertus Heil (18% zufrieden | 21% unzufrieden). Auf den Plätzen fünf bis sieben rangieren mit Cem Özdemir, Robert Habeck und Annalena Baerbock drei Ressortchefs der Grünen.

Dabei zeigt sich, dass die grüne Ministerriege zum Regierungsstart mit Abstand am meisten polarisiert. Mit der Arbeit der neuen Außenministerin Baerbock sind aktuell fast vier von zehn Deutschen (39%) sehr unzufrieden. Das Handeln von Landwirtschaftsminister Özdemir bewerten 35 Prozent negativ. Und auch die Arbeit von Umweltministerin Steffi Lemke (32%), Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (31%) und Familienministerin Anne Spiegel (30%) wird jeweils von etwa drei von zehn Befragten abgelehnt. Lediglich Innenministerin Nancy Faeser (31%) von der SPD wird ähnlich kritisch gesehen.

Entwicklungsministerin Svenja Schulze von der SPD und FDP-Justizminister Marco Buschmann erfahren momentan von allen Regierungsmitgliedern den geringsten Zuspruch (jeweils nur 11% sehr zufrieden). Nicht berücksichtigt bei der Auswertung wurden diejenigen Befragten, die angegeben hatten, die jeweiligen Ministerinnen und Minister nicht zu kennen.

Info-Grafik 'Zufriedenheit mit Bundeskabinett' zum Download. (https://www.ipsos.com/de-de/zuspruch-fur-scholz-grosser-als-fur-ampelregierung)

Geywitz und Stark-Watzinger zum Regierungsstart am unbekanntesten

Nach der Bekanntheit der Regierungsmitglieder gefragt, zeigt sich ein starker Aufholbedarf bei Klara Geywitz, die das neu geschaffene Bauministerium leitet. Knapp einen Monat nach ihrem Amtsantritt gibt fast jeder vierte Deutsche (24%) an, Geywitz nicht zu kennen. Bildungs- und Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger von der FDP (22%), Innenministerin Faeser und Familienministerin Spiegel (je 19%) sind ebenfalls rund einem Fünftel der Bevölkerung völlig unbekannt. Erstaunlich: Selbst Svenja Schulze, die bereits in der letzten Legislaturperiode als Umweltministerin am Kabinettstisch saß, ist 19 Prozent der Befragten noch immer kein Begriff.

Die bekanntesten deutschen Regierungsmitglieder sind erwartungsgemäß diejenigen Ministerinnen und Minister, die in der Regel schon auf eine längere politische Karriere zurückblicken können. Neben Kanzler Scholz sind das Gesundheitsminister Lauterbach (2% unbekannt), Außenministerin und Kanzlerkandidatin Baerbock (2%), Finanzminister Lindner (3%), Landwirtschaftsminister Özdemir (4%) sowie Vize-Kanzler Habeck (5%).

Info-Grafik 'Bekanntheitsgrad der Ministerinnen und Minister' zum Download. (https://www.ipsos.com/de-de/zuspruch-fur-scholz-grosser-als-fur-ampelregierung)

Methode

Die Befragung wurde vom 06. Januar bis zum 09. Januar 2022 durchgeführt. Es wurden n = 1.000 Personen in Deutschland im Alter von 16 bis 75 Jahren online befragt. Die Daten wurden repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland nach Alter, Geschlecht, Bildung und Region gewichtet.

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