Premiere beim Kampf auf Augenhöhe

Euphorie und Ernüchterung bei den Fahrern der Region auf dem Nürburgring: Während der Kelberger Christian Menzel im Porsche 911 GT3 R zum ersten Saisonsieg in der VLN-Meisterschaft gefahren ist, haderten Arno Klasen und Rudi Adams mit ihrem Schicksal.

Nürburgring. (jüb) Erneut war es ein Porsche, der am Samstag nach vier Stunden beim 33. RCM DMV Grenzlandrennen vor einem Audi R8 LMS ins Ziel kam. Doch zum ersten Mal in diesem Jahr kam der Sieger nicht aus dem Hause Manthey, sondern aus dem Mamerow-Stall. Als Teamkamerad des Duisburgers Lance David Arnold überquerte Porsche-Pilot Christian Menzel aus Kelberg (Vulkaneifelkreis) als Erster die Ziellinie der Grand-Prix-Strecke in der Eifel. Zweiter wurde zum dritten Mal in dieser Saison das Duo Hans Joachim Stuck und Frank Stippler im Audi R8.

"Dieser Sieg war nach mehreren vergeblichen Anläufen mehr als überfällig", sagte der Kelberger nach dem Rennen. "Unser ganzes Team hat von Beginn des Jahres an sehr hart gearbeitet, und den Erfolg haben wir uns mehr als verdient. Wir haben an der Spitze auf Augenhöhe mit dem Audi gekämpft. Als die Temperaturen gegen Rennende anzogen, war es ganz schön hart."

Weniger Glück hatte die Porsche-Besatzung Romain Dumas (Schweiz) und Arno Klasen aus Karlshausen (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Der Eifeler, der zwei Wochen zuvor noch an gleicher Stelle triumphiert hatte, musste dieses Mal die weniger angenehme Seite des Motorsports kennenlernen. Die beiden errangen im morgendlichen Zeittraining noch die Pole Position. In den ersten Runden kämpfte Dumas mit Arnold und Stippler um die Spitze, ehe er im dritten Umlauf auf einer Flüssigkeitsspur als Folge eines Unfalls von der Strecke rutschte. Dabei wurde der GT3-Porsche beschädigt, das Rennen war für das Duo vorzeitig beendet. Ähnlich erging es auch BMW-Pilot Rudi Adams aus Ahütte am Nürburgring. "Ich hatte mich am ganzen Wochenende nicht wohlgefühlt und bin in der ersten Runde des Zeittrainings etwas weit aus der Kurve herausgetragen worden. Dabei stieß ich mit einem anderen Fahrzeug zusammen, und das Wochenende war gelaufen. Das Auto war nicht mehr zu reparieren."

Jubeln durften dagegen drei Nachwuchsfahrer aus der regionalen Langstreckenszene: Mit einem Klassensieg bei den VLN-Serienwagen bis 3000 Kubikzentimetern Hubraum übernahmen Alexander Böhm (Kelberg), und Philipp Leisen (Irrel, Eifelkreis Bitburg-Prüm) gemeinsam mit Carsten Knechtges (Mayen) im BMW Z4 von Black Falcon nach dem sechsten Lauf die Tabellenspitze.

"Zum Schluss wurde es noch einmal eng, weil wir nämlich eine Stop-and-Go-Strafe absitzen mussten. Alex war in der Box zu schnell gewesen. Aber manchmal muss man auch etwas Glück haben. Das hält sich im Motorsport über die gesamte Saison hinweg die Waage", bilanzierte Leisen.

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