| 20:13 Uhr

Medien
„Bild-Girls“ sind bald nicht mehr oben ohne

Berlin. (dpa) Die Bild-Zeitung zieht einen Schlussstrich unter das (vollständig) nackte „Bild-Girl“. „Wir werden keine eigenen Oben-ohne-Produktionen von Frauen mehr zeigen“, schrieb die Boulevardzeitung in eigener Sache. „Unser Gefühl in den letzten Monaten war zunehmend, dass viele Frauen diese Bilder als kränkend oder herabwürdigend empfinden, sowohl bei uns in der Redaktion, aber auch unter unseren Leserinnen“, hieß es zur Begründung.

(dpa) Die Bild-Zeitung zieht einen Schlussstrich unter das (vollständig) nackte „Bild-Girl“. „Wir werden keine eigenen Oben-ohne-Produktionen von Frauen mehr zeigen“, schrieb die Boulevardzeitung in eigener Sache. „Unser Gefühl in den letzten Monaten war zunehmend, dass viele Frauen diese Bilder als kränkend oder herabwürdigend empfinden, sowohl bei uns in der Redaktion, aber auch unter unseren Leserinnen“, hieß es zur Begründung.

Das „Bild-Girl“ werde es aber weiter geben. Erotische Kunst und Fotografie sei eine große Errungenschaft freier Gesellschaften. Alle Frauen, die sich für das Blatt ausgezogen hätten, hätten „das freiwillig und mit großer Freude getan“. Aber die Unterhaltung von Männern solle die Kränkung von Frauen nicht in Kauf nehmen. „Deswegen werden wir solche Fotos auch nicht mehr produzieren“. Die Redaktion verspricht stattdessen einen „neuen, zeitgemäßeren Fotografie-Stil“. Wie der aussehen kann, zeigt das „Bild-Girl des Jahres“ Carolin Pauli: Sie posiert im durchsichtigen Top statt oben ohne. Bereits vor sechs Jahren waren die Oben-ohne-Mädchen von der Seite eins ins Blattinnere gewandert. Auch wenn es nun nackte Eigenproduktionen nicht mehr geben werde, sollen Nackt-Fotos, „über die das Land spricht“, weiter gedruckt werden.

(dpa)