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Trier
Egbert Ries: Ein Silvesterlauf im Himmel

 Der langjährige Organisationsleiter des Trierer Silvesterlaufs, Egbert Ries, ist nach längerer, schwerer Erkrankung gestorben.  Foto: Holger Teusch
Der langjährige Organisationsleiter des Trierer Silvesterlaufs, Egbert Ries, ist nach längerer, schwerer Erkrankung gestorben. Foto: Holger Teusch FOTO: Silvesterlauf Trier e.V.
Trier. (teu) „Sein Wunsch war: Macht weiter!“ Mit diesen Worten zitierte Berthold Mertes den langjährigen Silvesterlauf-Organisationsleiter Egbert Ries. Wenige Tage vor der 29. Auflage war der Macher des „deutschen São Paulo“ nach längerer schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren friedlich eingeschlafen.

Ries hat den Trierer Silvesterlauf und zuvor den Deulux-Lauf entscheidend geprägt. 1992 hob der mit einer Luxemburgerin verheiratete Marathonläufer die grenzüberschreitenden Veranstaltung rund um Langsur mit aus der Taufe – in einer Zeit, als es formal noch Grenzkontrollen gab.

Grenzen überwinden, zusammenführen, das konnte Egbert Ries, den alle nur „Eggi“ nannten, wie kein Zweiter. Seit 2005 wirkte er als Organisationsleiter des Silvesterlaufs. Ries krempelte die Ärmel hoch, damit auf und rund um den Trierer Hauptmarkt alles minutiös funktionierte. Dabei blieb er immer im Hintergrund, war sich als Organisationsleiter aber auch nicht zu schade, selbst anzupacken – und sei es, um Konfetti zu verteilen.

Ab 2008 gehörte Ries dem Silvesterlauf-Vereinsvorstand an, nachdem er jahrelang bereits den Deulux-Lauf-Ausrichterverein LG Langsur geführt hatte. Als „Seele von Mensch“ bezeichnen ihn langjährige Wegbegleiter. Mit seinem trockenen Humor brachte er seine Mitmenschen zum Lachen – und behielt diese Eigenschaft bis zuletzt: Wenige Tage vor seinem Tod witzelte er, bald „dort oben“ im Jenseits mit Silvesterlauf-Mitbegründer Christoph Güntzer, der im Mai 2017 ebenfalls nach tragischer Krankheit gestorben war, einen ordentlichen Lauf veranstalten werde.