| 21:25 Uhr

Presse
Ein Warnschuss des Westens

Internationale Zeitungen zu den Bomben auf Syrien.

Bergens Tidende (Schweden): Eine militärische Einmischung im Mittleren Osten ist umstritten, doch die Reaktion war trotzdem nötig. Chemische Waffen sind völlig übertrieben und verboten, und die Weltgesellschaft muss deutlich signalisieren, dass unakzeptable Überschreitungen Konsequenzen haben. Selbst wenn das langfristige Ziel eine friedliche, politische Lösung ist, kann die Nato nicht zulassen, dass drakonische Mittel normal werden. Passivität ist auch eine Art der Akzeptanz.

Ouest-France (Frankreich): So verspätet und zeitlich wie örtlich beschränkt werden die Luftschläge des französisch-amerikanisch-britischen Trios gegen Syrien den Lauf des syrischen Konflikts nicht verändern. Das war übrigens auch nicht ihr erklärtes Ziel. Es ist vor allem ein Warnschuss, den der Westen ausgesendet hat, und keine große militärische Intervention, die ausgelöst wurde. Um abzuschrecken. Um zu zeigen, dass der Einsatz von Chemiewaffen nicht zu tolerieren ist. (...) Die maßvollen Schläge gleichen daher stark einem Versuch, aus diesem strategischen Schlamassel herauszukommen. Um wieder Einfluss zu haben gegenüber der Achse Russland-Iran-Syrien.⇥