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Ellscheid will die Eisbären zähmen

Fußball-Rheinlandliga: Die Eifeler gehen mit großem Selbstvertrauen in das Duell mit dem Tabellenzweiten. Auch Mehring bekommt es mit einem Topteam zu tun. 

SV Mehring - Ahrweiler BC (Freitag, 20.15 Uhr, Mehring)

Ausgangslage: Nach der Niederlage im Heimspiel gegen den TuS Mayen stellte sich beim SV Mehring die Frage, ob das Team auch gegen die Topteams der Liga mithalten kann. Bei den Eisbachtaler Sportfreunden schob der SVM seinen Kritikern dank eines 4:2-Erfolgs eindrucksvoll den Riegel vor.

Mit Ahrweiler wartet nun direkt das nächste Topteam auf die Mehringer. „Ahrweiler hat die Spiele mitunter verloren, weil Torjäger Almir Porca verletzt war. Das macht schon 30 bis 40 Prozent aus. Zudem ist Ahrweiler völlig anders strukturiert als die weiteren Spitzenteams und besitzt viele erfahrene Spieler, die bereits in der Oberliga oder Regionalliga gespielt haben. Dennoch möchten wir auch diese Partie gewinnen“, sagt Mehrings Trainer Frank Meeth.

Das ist kein unmögliches Unterfangen, denn nach der anfänglichen Euphorie setzte es zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen für den qualitativ hochbesetzten Kader des ABC.

Personal: Erik Michels (Knochenödem) fehlt dem SVM weiterhin. Sebastian Schmitt wird nach überstandener Entzündung im Fersenbereich aller Voraussicht nach in den Kader zurückkehren.

Prognose: Mehring ringt Ahrweiler einen Zähler ab.

FSV Salmrohr - SG 99 Andernach (Samstag, 14.30 Uhr, Salmrohr)

Ausgangslage: Nach zuletzt zehn Punkten aus vier Ligaspielen ist von der Unruhe aus der Vorwoche rund um den freigestellten Stürmer Anthony Ozoh nicht mehr viel zu spüren. Im kommenden Heimspiel gegen die SG Andernach geht es nun um die nächsten drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten.

„Unsere Form sollte uns das Selbstvertrauen geben, um die Partie zu gewinnen. Andernach ist allerdings unbequem, da die SG gegen jede Mannschaft gewinnen aber auch verlieren kann“, meint Salmrohrs Trainer Lars Schäfer. Gelingt es den Salmtalern die aufsteigende Form der vergangenen Wochen zu bestätigen, so könnte der Oberligaabsteiger nach den anfänglichen Schwierigkeiten in der Rheinlandliga doch noch auf eine solide Hinrunde zurückblicken.

Personal: Beim FSV befindet sich Gianluca Bohr nach einer Erkältung wieder im Training und wird wohl gegen Andernach in den Kader zurückkehren. Eric Reuter (Sehnenplattenentzündung) wird hingegen definitiv ausfallen.

Prognose: Dem FSV Salmrohr gelingt der nächste Sieg.

SG Mendig/Bell – SG Hochwald-Zerf (Samstag, 16 Uhr, Mendig)

Ausgangslage: Nach drei Niederlagen in Folge wurde das jüngste Heimspiel der Hochwälder gegen die EGC Wirges nach rund einer Stunde witterungsbedingt abgebrochen. Statt des erhofften Befreiungsschlages heißt es somit weiterhin: Warten auf die Wende. Die nächste Gelegenheit, endlich wieder dreifach zu punkten, erhalten die Hochwälder in der Vulkaneifel bei der SG Mendig/Bell. Mit dem siebten Saisonsieg würde die SGH die 20-Punkte-Marke mit Abschluss der Hinrunde überwinden. Das Polster nach unten ist zwar komfortabel, jedoch würde bei einer weiteren Niederlage wohl erstmals so etwas wie Druck aufkommen, denn in den darauffolgenden Wochen warten mit Salmrohr, Windhagen und Andernach gleich drei Teams, die unmittelbar hinter den Hochwäldern platziert sind.

„Mendig hat fünf der letzten sechs Spiele nicht verloren. Auf uns wartet ein schwerer Gegner, bei dem wir etwas Zählbares mitnehmen möchten“, sagt Fabian Mohsmann von der SGH.

Personal: Außer dem langzeitverletzten Spielertrainer Fabian Mohsmann sind in Mendig alle Akteure der SG Zerf an Bord.

Prognose: Zerf ergattert in der Vulkaneifel einen Zähler.

SV Morbach - SG Neitersen/Altenkirchen (Samstag, 17 Uhr, Morbach)

Ausgangslage: Der SV Morbach geht als Herbstmeister aus der Hinrunde hervor. Dies steht seit dem Patzer der Eisbachtaler Sportfreunde im Heimspiel gegen Mehring fest. Nach 16 Spielen, in denen die Hunsrücker lediglich eine Niederlage einstecken mussten, steht der SV Morbach verdient an der Tabellenspitze. Acht Siege aus den letzten neun Spielen zeigen, dass die junge Morbacher Mannschaft  zu einem Spitzenteam herangereift ist.

„Neitersen scheint momentan eine Wundertüte zu sein. Grundsätzlich ist es aber eine Mannschaft, die über einige Ausnahmespieler verfügt. Daher erwarte ich ein völlig offenes Spiel“, sagt Thorsten Haubst, Trainer der Morbacher. Zum Hinrundenabschluss möchte der SVM die beeindruckende Erfolgs-Serie im Heimspiel gegen die SG Neitersen/Altenkirchen fortsetzen.

Personal: Marius Botiseriu wird nach überstandener Erkältung in den Kader des SVM zurückkehren. Ansonsten sind keine Veränderungen geplant.

Prognose: Der SV Morbach muss sich gegen Neitersen mit einem Remis zufriedengeben.

FSV Trier-Tarforst - SV Windhagen (Samstag, 17.30 Uhr, Tarforst)

Ausgangslage: Die letzte Niederlage für den FSV Trier-Tarforst ist schon einige Zeit her. Zuletzt verloren die Trierer Höhenkicker am 15. September bei den Eisbachtaler Sportfreunden. Zu Hause hält die Festung am Trimmelter Hof allerdings die gesamte bisherige Hinrunde. Noch kein Spiel verloren die Tarforster auf dem heimischen Geläuf.

Auch gegen Windhagen soll sich dies nicht ändern. Der SVW gewann auswärts zudem noch kein Spiel. Die Favoritenrolle liegt also eindeutig aufseiten der Trierer.

„Wir wollen unsere Heimserie weiter ausbauen und gegen Windhagen gewinnen. Allerdings ist der Gegner schwer einzuschätzen. Mit Johannes Rahn besitzt der SVW einen ehemaligen Profi mit jeder Menge Qualität“, meint Tarforsts Trainer Holger Lemke.

Personal: Nicola Rigoni (Muskelfaserriss) wird dem FSV wohl mindestens zwei Wochen fehlen. Yannick Lauer wird nach überstandener Erkältung wieder in den Kader zurückkehren.

Prognose: Tarforst schlägt auch den SV Windhagen.

SG Ellscheid - Sportfreunde Eisbachtal (Sonntag, 15 Uhr, Udler)

Ausgangslage: Die SG Ellscheid ist derzeit so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Nachdem die Alfbachtaler auf einen Abstiegsplatz abgerutscht waren, folgte eine beeindruckende Leistungssteigerung in den zurückliegenden Wochen.

Zuletzt feierte die SGE zwei Siege in Folge und möchte auch gegen die klar favorisierten Eisbachtaler Sportfreunde für Furore sorgen. Auch, wenn ein Remis bereits einer kleinen Überraschung gleichkäme, ist den Ellscheidern in der momentanen Verfassung sogar ein Dreier gegen den Tabellenzweiten zuzutrauen.

„Wir haben nach den zwei guten Spielen zuletzt natürlich etwas Rückenwind und werden uns nicht verstecken. Dennoch ist Eisbachtal für mich die stärkste Mannschaft in der Liga, sodass schon alles passen muss bei uns“, sagt Niklas Wagner, Coach der SGE.

Personal: Elias Otto und Markus Schmitz (beide zuletzt krank) kehren in den Kader der Ellscheider zurück.

Prognose: Der SG Ellscheid gelingt mit einem Remis der nächste Teilerfolg.