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Kandel
Erneute Demonstrationen vor Prozessbeginn

Ein Polizist beim Absichern des Bahnhofs in Kandel. Nach dem gewaltsamen Tod des Mädchens Mia demonstrierten wiederholt Gruppierungen verschiedener politischer Lager in dem südpfälzischen Ort.
Ein Polizist beim Absichern des Bahnhofs in Kandel. Nach dem gewaltsamen Tod des Mädchens Mia demonstrierten wiederholt Gruppierungen verschiedener politischer Lager in dem südpfälzischen Ort. FOTO: dpa / Uli Deck
Kandel. (dpa) Kurz vor Prozessbeginn im Fall des gewaltsamen Todes der 15-jährigen Mia im süd­pfälzischen Kandel hat es in dem Ort erneut Demonstrationen gegeben. Die Polizei zählte insgesamt rund 160 Menschen, wie sie mitteilte.

Zur Versammlung des Bürgervereins unter der Überschrift „Wir sind Kandel, Tag der offenen Gesellschaft“ kamen demnach am Samstag rund 50 Teilnehmer. Zu einer Kundgebung des rechtspopulistischen „Frauenbündnisses“ erschienen laut Polizei rund 110 Teilnehmer. Rund 200 Polizisten waren im Einsatz, die Demonstrationen blieben den Angaben zufolge friedlich.

Mia wurde im Dezember 2017 in einem Supermarkt erstochen, mutmaßlicher Täter ist der Ex-Freund des Opfers, ein vermutlich aus Afghanistan stammender Flüchtling. Die Tat hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. In Kandel hatte es bereits zahlreiche fremdenfeindliche Demonstrationen und Gegenkundgebungen zu dem Fall gegeben. Der Prozess begann am Montag am Landgericht Landau.

(dpa)