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Harsewinkel
Frauenfußball: Marozsan spricht über ihre Krankheit

Harsewinkel. Gut gelaunt sitzt Dzsenifer Marozsan im Quartier der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft in Harsewinkel, wo sich das Team auf die letzten beiden Länderspiele des Jahres vorbereitet. Bemerkenswert offen schildert die 26-jährige DFB-Spielführerin die Ursache ihrer tückischen Krankheit, die sie in den vergangenen Monaten ausgebremst hatte.

„Es waren die Hormone“, sagt sie. Die Einnahme der Antibabypille verbunden mit Reisestress hatten eine Thrombose im Bein verursacht. Der Thrombus wanderte in die Lunge und löste eine beidseitige Lungenembolie aus. „Die Diagnose war der schockierendste Moment in meiner Karriere“, sagt Marozsan. Nach dreimonatiger Therapie kehrte sie ins Training zurück. Mitte Oktober gab sie im Champions-League-Spiel von Lyon bei Ajax Amsterdam ihr Comeback. In den Länderspielen gegen Italien am Samstag (16 Uhr/ARD) und am Dienstag (16 Uhr/ZDF) in Erfurt gegen Spanien wird sie aber noch geschont.