Sinsheim: Harmlose Wolfsburger in Hoffenheim vorgeführt

Sinsheim : Harmlose Wolfsburger in Hoffenheim vorgeführt

(dpa) Die wenigen mitgereisten Fans in der Gästekurve ignorierten die Profis des VfL Wolfsburg nach dem Schlusspfiff schlichtweg und kehrten dem Verlierer den Rücken. Auch unter Bruno Labbadia steckt der letztjährige Relegationsteilnehmer weiter tief im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Im dritten Spiel unter dem neuen Chefcoach unterlagen die Niedersachsen am Samstag mit 0:3 (0:1) bei 1899 Hoffenheim und blieben nach einem desolaten Auftritt erneut sieglos. „So wie wir heute aufgetreten sind ..., also wenn wir so weitermachen, dann wird es sehr, sehr schwierig“, sagte VfL-Kapitän Paul Verhaegh.

Nico Schulz (18. Minute), Serge Gnabry (77.) und Joshua Guilavogui (80.) per Eigentor trafen vor 25 550 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena zum hochverdienten Erfolg für das Team von Trainer Julian Nagelsmann. „Da ist wieder so ein Mechanismus eingetreten, dass wir nach dem 0:1 total die Linie verloren haben“, klagte Labbadia. Auch unter dem Nachfolger von Remis-König Martin Schmidt (zwölf Unentschieden) ist der VW-Club – punktgleich mit dem FSV Mainz 05 auf dem Relegationsplatz – weiter in einer bedrohlichen Situation.

Labbadias Start-Bilanz mit einem 1:1 in Mainz, 1:2 gegen Leverkusen und nun diesem herben Rückschlag ist ernüchternd. Seit sechs Spielen wartet der VfL auf einen Erfolg. Noch vor dem Seitenwechsel hatte Labbadia Stürmer Divock Origi vom Platz genommen und brachte Josip Brekalo. Der Kroate musste aber bereits in der 54. Minute mit Verdacht auf Gehirnerschütterung wieder raus.

(dpa)