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Kultur
Liszt und Wagner zum Abschluss der Orgeltage

Trier. Die drei großen Orgelwerke Franz Liszts stehen auf dem Programm des Abschlusskonzerts der diesjährigen Internationalen Orgeltage im Trierer Dom. Am Dienstag, 19. Juni, um 20 Uhr, spielt Domorganist Josef Still Praeludium und Fuge über den Namen BACH, die Variationen über den Basso continuo aus der Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ von Johann Sebastian Bach und die nahezu halbständige Fantasie über den Choral Ad nos, ad salutarem undam.

Liszt hatte sein BACH für die große Ladegast-Orgel im Merseburger Dom komponiert, zuvor schon war sein Ad nos dort zur Einweihung der Orgel gespielt worden. Die „Variationen über Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ schrieb Liszt 1859, in tiefer Erschütterung über den Tod seiner Tochter Blandine.

In dem Stück griff er auf eine absteigende chromatische Bassmelodie aus einer Bach-Kantate zurück. Dieses Motiv – ein in der Barockzeit klingendes Symbol für Trauer und Schmerz wird bei Liszt ständig wiederholt. Darüber entwickelt er eine Fülle von Variationen.

Mit auf dem Programm steht der Pilgerchor aus der Oper Tannhäuser von Richard Wagner, dem Schwiegersohn Liszts. Von Liszt stammt auch die Orgelbearbeitung des bekannten Stücks.