Mobiltelefone im Internet verkauft – aber nicht geliefert 

Kriminalität : Mobiltelefone im Internet verkauft – aber nicht geliefert 

() Eine Firma aus der Region rund um Hermeskeil (Kreis Trier-Saarburg) soll Smartphones über das Internet verkauft, aber nicht geliefert haben. Deswegen ermittelt die Staatsanwaltschaft Trier wegen gewerbsmäßigen Betruges. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, hatten Kunden die georderten Geräte zwar bezahlt, aber nicht erhalten. Etwa 200 entsprechende Strafanzeigen aus dem gesamten Bundesgebiet lägen der Staatsanwaltschaft vor. Ermittlungen zufolge bekam nur ein kleiner Teil der Kunden den Kaufpreis zurückerstattet. Die Schäden sollen bislang in einem hohen fünfstelligen Euro-Bereich liegen.

Bereits Mitte Januar hatten Geschädigte im sozialen Netzwerk Face­book eine Gruppe gegründet, in der sie über ihre schlechten Erfahrungen mit der Firma berichteten.

 Bei Durchsuchungen der Firma und der Wohnung des Geschäftsführers beschlagnahmten Ermittler am Mittwoch Geschäftsunterlagen, Computer und Datenträger. An dem Handel war auch eine Firma des Betreibers in Luxemburg beteiligt. Auch dort gab es Durchsuchungen.

Gegen den Geschäftsführer des Unternehmens hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des gewerbsmäßigen Betruges erlassen. Er ist Mittwoch festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Dieser hat die Aufrechterhaltung des Haftbefehls angeordnet.

Die Ermittlungen dauern an. Insbesondere die Auswertung der sichergestellten Unterlagen und Daten wird voraussichtlich geraume Zeit in Anspruch nehmen.

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