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Trier
„Partie wird eine Herausforderung“

Eintracht-Trainer Josef Cinar ist zum Improvisieren gezwungen. Foto: Hans Krämer
Eintracht-Trainer Josef Cinar ist zum Improvisieren gezwungen. Foto: Hans Krämer FOTO: TV / Hans Krämer
Trier. Fußball: Eintracht Trier geht mit großem personellen Aderlass ins Spiel gegen Ludwigshafen.

Es war ein wahres Marathon-Match bei brütender Hitze. Wegen Kabbeleien zwischen Teammitgliedern von Arminia Ludwigshafen und Eintracht-Anhängern war die Oberliga-Partie zwischen den Pfälzern und dem SVE am zweiten Spieltag gleich zweimal unterbrochen. Die Partie sorgte im Nachgang für reichlich Schlagzeilen.

Auch aktuell steht die Eintracht nach dem nach der Partie bei Rot-Weiß Koblenz eingelegten Protest im Fokus. Die Vorbereitung auf das letzte Spiel des Jahres gegen Ludwigshafen am heutigen Samstag im Moselstadion (15 Uhr) hätten die Begleitumstände aber nicht beeinflusst, sagt Eintracht-Trainer Josef Cinar. „Seit Mittwoch liegt unsere komplette Konzentration auf dieser Partie.“

Ein Spiel, in dem der SVE personell aus dem letzten Loch pfeifen wird. Simon Maurer fehlt gelb-rot-gesperrt, ebenso wie Godmer Mabouba, der aber ohnehin eine Denkpause erhalten hat. Eine Geldstrafe und Einzeltraining – dazu hatte die Eintracht den Franzosen nach seinem Fauxpas im Koblenz-Spiel verdonnert. Der Verteidiger war ohne Erlaubnis des Schiedsrichters nach einer Behandlungspause auf den Platz zurückgekehrt und hatte damit den strittigen Elfmeter heraufbeschworen (der TV berichtete). „Natürlich darf jeder Fehler machen. Aber wir mussten auch ein Zeichen an alle setzen. Wir konnten nicht sagen: ,Es ist passiert, und es geht weiter wie bisher’“, begründet Cinar die harte Maßnahme gegen Mabouba, die der Coach gemeinsam mit Co-Trainer Torge Hollmann und in Abstimmung mit Sport-Vorstand Horst Brand beschlossen habe.

Damit dürfte Trier mit einer Bubi-Abwehr auflaufen. Stephan Schuwerack (20) und Kevin Kling (19) sind erste Wahl. Cinar hat keine Bauchschmerzen: „Ich habe Vertrauen in beide. Natürlich herrscht eine gewisse Drucksituation. Ich bin gespannt, wie beide sie meistern. Aber sie sind ja auch nicht alleine auf dem Platz und müssen Hilfe von ihren Mitspielern bekommen.“

Im Mittelfeld muss Cinar auf Jason Thayaparan (Verdacht auf eine Patellaluxation) und den ebenfalls verletzten Felix Fischer verzichten. Im Angriff stehen weiterhin Tim Garnier und Luca Sasso-Sant nicht zur Verfügung. Fragezeichen gab es gestern zudem noch hinter den Einsätzen von Torwart Denis Wieszolek und Mittelfeld-Mann Maurice Roth (beide Oberschenkelprobleme).

Triers heutiger Gegner Ludwigshafen, bei dem Hakan Atik Anfang November den zurückgetretenen Trainer Heiko Magin beerbt hat, ist seit acht Partien sieglos. In den meisten dieser Partien ging es torreich zu. Sieben Mal kassierte die Arminia mindestens zwei Gegentreffer, gleichzeitig erzielte sie fünf Mal zwei Tore. Triers Trainer Cinar: „Das heißt für uns, dass wir ein gesundes Gleichgewicht zwischen offensiver Ausrichtung und defensiver Kompaktheit an den Tag legen müssen. Aufgrund unserer Ausfälle wird die Partie auf jeden Fall zu einer Herausforderung.“

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