| 20:13 Uhr

Salmrohr ist heiß auf die ersten Derbypunkte

Fußball-Rheinlandliga: Nach dem Pokalcoup tritt der FSV heute Abend in Tarforst an. Das zweite Duell mit Lokalkolorit steigt in Udler. 

FSV Trier-Tarforst - FSV Salmrohr (Freitag, 19.30 Uhr, Tarforst)

Ausgangslage: Während Tarforst zuletzt mit dem knappen Auswärtssieg beim Schlusslicht in Oberwinter die nächsten drei Punkte sammeln konnte, zeigte Salmrohr gegen Mendig die wohl beste Saisonleistung. Druck haben die Trierer Höhenkicker trotz der Favoritenrolle nicht. Mit 25 Punkten sieht alles nach einer ruhigen Saison am Trimmelter Hof aus. Auch aus diesem Grund ist die Freude auf das Derby gegen den FSV Salmrohr im Tarforster Lager groß. „Wir möchten ähnlich wie gegen Mehring und Zerf aus einer kompakten Ordnung heraus den Gegner zu Fehlern zwingen“, sagt Holger Lemke, Coach der Tarforster.

Der FSV Salmrohr befindet sich auf dem Weg der Besserung. Nach dem Abstieg aus der Oberliga und dem katastrophalen Start in die Rheinlandliga scheinen sich die Salmtaler allmählich zu regenerieren.

Zudem ist es aus Sicht der Gäste an der Zeit, nach den verlorenen Derbys gegen Zerf, Morbach, Mehring und Ellscheid endlich mal in einem lokalen Duell zu punkten. „Wir haben zuletzt Selbstvertrauen getankt. Die Jungs brennen auf das Spiel am Freitag“, sagt Salmrohrs Trainer Lars Schäfer.

Personal: Lukas Herkenroth war in der vergangenen Woche angeschlagen, er wird aber den Tarforstern aller Voraussicht nach wieder zur Verfügung stehen. Fraglich ist der Einsatz von Julian Schneider (krankheitsbedingt). Bei den Gästen aus dem Salmtal wird Marcel Giwer nach abgesessener Rotsperre in den Kader zurückkehren. Ausfallen werden Eric Reuter (Oberschenkelzerrung) und Shaban Almeida (Muskelfaserriss).

Prognose: Salmrohr erkämpft sich den ersten Derbypunkt der Saison.

SG Ellscheid - SG Hochwald-Zerf (Samstag, 15 Uhr, Udler)

Ausgangslage: Das zweite Duell mit Derbycharakter steigt in Udler. Dort empfängt die SG Ellscheid den Aufsteiger aus Zerf. Nach dem bitteren 3:5 bei der SG Andernach steht die SG Ellscheid erneut unter Zugzwang. Durch das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz spitzt sich die Lage wieder zu. Völlig untypisch für die SGE: fünf Gegentreffer in einer Partie. Die eigentlich gute Defensive der Spielgemeinschaft aus dem Alfbachtal wird auch gegen die technisch starke Hochwald-SG gefordert sein.

Die Hochwald-SG spielt bisher eine grundsolide Saison. Mit 19 Punkten hat das Team bereits zehn Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Zuletzt zeigte die Formkurve aber etwas nach unten. Nach dem 1:3 gegen Linz folgte eine unglückliche Niederlage im Derby gegen den SV Mehring. „Vor dem Tor müssen wir gegen Ellscheid effektiver sein als zuletzt gegen Mehring“, meint Robin Mertinitz, Spielertrainer der Hochwälder.

Statistisch betrachtet kann die SG Hochwald-Zerf kaum verlieren, denn die bisherigen sieben Niederlagen kassierte die SGH gegen die ersten sieben Teams in der Tabelle. Gegen ein Team, das hinter Zerf steht, hat der Aufsteiger bisher noch nicht verloren.

Personal: Der SGH wird gegen Ellscheid weiterhin Florian Lorenz fehlen. Weitere Akteure sind zudem noch fraglich.

Prognose: Auch im zweiten Duell mit lokalem Bezug ist ein Remis nicht unwahrscheinlich.

SV Mehring - TuS Mayen (Sonntag, 15 Uhr, Mehring)

Ausgangslage: Pünktlich zu den Topspielwochen kommt der SV Mehring in Form. Mit Mayen, Eisbachtal und Ahrweiler warten nun drei Titelanwärter in Folge auf den SVM. „Wir haben zuletzt ein paar Dinge verändert und sind nun stabiler und bereit für die Topteams. Der Unterschied zu den Top fünf ist leider, dass wir noch keinen Spieler haben, der kontinuierlich trifft. Nico Neumann hat zuletzt ganz gut getroffen. Vielleicht kristallisiert er sich als der gewünschte Torjäger heraus“, hofft Mehrings Trainer Frank Meeth.

Einen solchen Akteur hat der kommende Gegner mit Pascal Steinmetz (bisher 15 Treffer).

Personal: Mehrings Erik Michels wird aufgrund einer Verletzung vorerst ausfallen. Hinter dem Einsatz von Patrick Herres (krank) steht noch ein kleines Fragezeichen.

Prognose: Für Mehring muss alles passen, um etwas Zählbares mitzunehmen.

SV Morbach - SG Mülheim-Kärlich (Sonntag, 15 Uhr, Morbach)

Ausgangslage: Der SV Morbach wird sich nicht mehr lange vor der Rolle des Gejagten drücken können. Durch sieben Punkte in drei Spielen gegen die Mitfavoriten der Liga haben die Hunsrücker eindrucksvoll bewiesen, dass in dieser Saison doch mehr gehen könnte als nur der frühzeitige Klassenerhalt. Interessant wird sein, wie das Team nach den Topspielwochen nun mit einer Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte klarkommt.

„Ich habe den Jungs gesagt, dass die guten Wochen gegen die Topteams nur etwas wert sind, wenn wir weiter hochmotiviert in die kommenden Spiele gehen“, merkt Morbachs Übungsleiter Thorsten Haubst an.

Personal: Bis auf die Langzeitausfälle (Matthias Haubst, Yannik Kerzan und Marius Kneppel) steht Morbachs Coach der gesamte Kader zur Verfügung.

Prognose: Morbach siegt knapp gegen die SG Mülheim-Kärlich.