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Berlin
Steinmeier würdigt den 9. November als „Meilenstein“

Berlin.   Der 9. November ist der „Schicksalstag“ der Deutschen, und ein Bundespräsident kann diesen Tag nicht anders als mit einer sehr grundsätzlichen Rede würdigen. Am Freitag im Bundestag hat Frank-Walter Steinmeier dafür geworben, der Novemberrevolution von 1918 endlich den Platz zu geben, der dem Ereignis gebührt.

Der 9. November 1918, als Philipp Scheidemann vom Berliner Reichstagsgebäude aus die Republik ausrief, sei ein historischer „Meilenstein“, aber leider immer noch „ein Stiefkind unserer Demokratiegeschichte“. Das müsss sich ändern, sagte Steinmeier, und plädierte für einen „demokratischen Patriotismus“ in Deutschland. Die Katastrophe zweier Weltkriege und der Holocaust seien unverrückbarer Teil der deutschen Identität.