| 21:05 Uhr

Verrückt, verrückter, Verbandsliga

Männer-Staffel West: Saarburg/Konz vergibt zweiten Matchball und kann nicht mehr aus eigener Kraft den Titel gewinnen. Gute Karten hat wieder Prüm.

SK Prüm – SV Gerolstein 31:27 (16:14)

Prüm hatte einen Top-Start und führte mit 7:1.  Doch die SK-Spieler verloren den Faden. Gerolstein gewann an Sicherheit und nutzte diese Phase im Spiel, um auf 14:16 zu verkürzen.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein sehr hektisches Spiel mit  vielen versteckten Fouls auf beiden Seiten. In der 34 Minute gelang Gerolstein die erste Führung (18:17). Doch Prüm schlug zurück  auch in Person von Torwart Michael Schmitz, der am Ende den verletzten Schlussmann Niklas Hoffman ersetzen musste und stark hielt. „Es war ein Derby, das es in sich hatte und das wir gegen einen gut spielenden Gegner verdient gewonnen haben. In dieser verrückten Saison ist alles möglich“, sagte Prüms Trainer Sigi Garbe.

SKP: Schmitt und Hoffmann – Lepage (3), Jahnke (6), Neuerburg (2), Morgens (8/3), Wielvers, Frensch, Schaperdoth, Kruft (2), Herbst, Podriezov (7/2), Leppin, Plano (3)

SVG: Uhren und M. Hoffmann – Stump (3), L. Rosch (6), T. Rosch (3), Kreft (1), Eltze, Vissers, Munkler (4), J. Hoffmann (1), Servatius (1), Koch, Mesevic (6/2), Hell (2)

TV Bitburg II – HSG Saarburg/Konz 29:22 (14:11)

Das 2:0 sollte die einzige Gäste-Führung bleiben. Bitburgs Reserve fand ins Spiel und zog auf 8:3 davon. Beim 16:15 in der 35. Minute schienen die Gäste auf dem Weg, das Spiel in den Griff zu bekommen, doch entscheidend war dann die Rote Karte gegen HSG-Leistungsträger Yannick Morin (46.).

„Der Erfolg fiel sicher um ein paar Tore zu hoch aus, doch wir sind der verdiente Sieger. Letztlich reichte uns eine solide Leistung für die zwei Punkte“, meinte Bitburgs Trainer Janusz Klimek.

TVB II: Hildebrandt, Frisch und K. Wolff - Zimmer (1), Walerius (4), Recking (5/1), Lübken, Schürer (6), Kinnisch (5/1), Crames (5), Müller (2), Schallert (1)

HSG: Düpre – Scherf, Lorth (7), Schütz, Meyer (1), Moske (2), Paule, L. Rüger (1), Musick, Hoffmann, P. Rüger (10/3), Morin (1)

HSG Tiefenstein/Algenrodt/Siesbach – HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch II 38:26 (17:13)

Wieder einmal ist die Reserve der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch ihrem Ruf einer „launischen Diva“  gerecht geworden. Das Team von Trainer Jürgen Roth kassierte im Hunsrück-Derby eine klare Niederlage.

„Wir haben einen  absolut gebrauchten Tag erwischt und leider die bekannte Auswärtsschwäche bestätigt. Während der gesamten Partie fehlte die Einstellung zu diesem Spiel. Im Angriff unterliefen uns zu viele individuelle Fehler, und im Abwehrverbund wurde nur teilweise als Kollektiv verteidigt“, meinte der Pressesprecher der Gäste, Robin Braun.

HSG IKH II: Stoffel, Schmidt - Molz (1/1), Ströher (1), Klei, Schneider, J. (1), Fritz (2), Schneider, L. (9/2), Schell (2), Kirst (2), Anton (1). Braun, Juenemann (6), Mende (1/1)

SG Gösenroth/Laufersweiler II – TV Morbach 34:33 (19:17)

Die deutlicheren Führungen im Spiel hatten die Gäste aus Morbach, die über 6:3 und 8:5 vorlegten. Beim 32:28 in der 51. Minute waren die Gäste auf dem besten Weg zum Auswärtserfolg, doch mit fünf Treffern in Folge drehten die Gastgeber das Spiel. Zwar gelang Marius Müllner noch der Ausgleich zum 33:33, den entscheidenden Treffer aber markierte Christian Saam zwei Minuten vor dem Abpfiff.

TVM: Späder und Staatz- Müllner (7/1), T. Hoffmann (2), N. Hoffmann (1), Thees (3), Adam (5), T. Mettler (3), J. Mettler (6/3), Sonntag (6/1)

HSC Schweich II – HSC Igel 34:32 (17:15)

Die HSC-Reserve kann es doch noch. „Der Klassenerhalt ist wieder in greifbarer Nähe, und den werden wir auch schaffen. Daran glauben wir jetzt“, gab sich Schweichs Trainer Stephan Arenz nach dem Sieg gegen Igel optimistisch. Der HSC führte von Beginn an. „Das Tempo war hoch. Jedem war klar, dass keiner dies über die gesamte Spielzeit durchhalten kann“, gab Gastgebertrainer Arenz zu. Schweich nahm Mitte der ersten Hälfte das Tempo raus.

Beim 22:22 in der 38. Minute gelang Igel erstmals der Ausgleich. Beim 25:26 in der 43. Minute schien die Begegnung zugunsten der von dem Team von David Juncker trainierten Gäste zu kippen. „Igel stellte nach dem Wechsel eine kompaktere Abwehr, gegen die wir uns schwer taten. In der entscheidenden Phase war es dann Stefan Heyer, der eine überzeugende Leistung bot und unser Spiel gut leitete. Am Ende hätte jede Mannschaft gewinnen können, ein Remis hätte dem Spielverlauf entsprochen. Doch dieses Mal hatten wir das Glück des Tüchtigen und mit Heyer und Till Monzel die Matchwinner“, lobte Arenz.

HSC II: Monzel – Heyer (5), Rohr, Quary (2), Kratz (2), Wagner, Antony, Lieser (3), Peters (9), Berg (9/4), Collet (3), Schurer (1), Müller

Igel: Pütz – Bechtel, Steil (10/3), Kesseler (2), Schmitt (2), Fusenig (3), Werdel (5), Vucenovic (3) Féchir (1), Kalt, Behrmann (5), Jager, Daniel (1) ⇥(R.S.)