Vom Kompost bis zum Sportgerät: Der Weihnachtsbaum nach Weihnachten

Viele Entsorgungsmöglichkeiten : Vom Kompost bis zum Sportgerät: Der Weihnachtsbaum nach Weihnachten

Mit dem neuen Jahr verschwinden Zehntausende Weihnachtsbäume aus rheinland-pfälzischen Wohnzimmern. In der Regel kümmern sich die Entsorgungsbetriebe dann um die Bäume. Standen sie vorher zum Beispiel in Wohnungen und Häusern in Mainz, wird das Weihnachtsgrün der Stadt zufolge zu einem Humuswerk gebracht und dann zu Kompost verarbeitet.

Auch Koblenz setzt auf die Kompost-Lösung.

In Ludwigshafen hingegen steht laut einer Stadtsprecherin den Bäumen eine Zukunft als Energielieferant bevor. Die Stämme der rund 20 000 Bäume würden geschreddert, um aus ihnen Holzhackschnitzel für Biomassekraftwerke zu machen.

Im pfälzischen Weidenthal hingegen werden die Bäume als Sportgerät bei der Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaumwerfen eingesetzt. Die 13. Auflage des Wettkampfs findet am kommenden Sonntag (6. Januar) statt. Laut Veranstalter gibt es drei Disziplinen: Weit-, Schleuder- und Hochwurf.

Ehe es zur Verwertung kommt, kann der Baum übrigens zum Risiko werden: Verbreitet er während der Feiertage und auch noch einige Zeit danach besinnliche Stimmung, so stellt er spätestens im – ja schon begonnenen – neuen Jahr auch eine Brandgefahr dar.

Aus diesem Grund appelliert der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) an Bewohner, den Weihnachtsbaum genau wie Adventsgestecke und weiteres Tannengrün aus der Wohnung zu entfernen, ehe sie möglicherweise in Flammen aufgehen.

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„Die Nadelbäume trocknen mit der Zeit aus, auch wenn sie regelmäßig gewässert werden“, erklärte DFV-Vizepräsident Hermann Schreck. Er rät zur Vorsicht, wenn die Kerzen am Baum noch ein letztes Mal angezündet werden sollen: „Das Tannengrün kann schnell zur Brandfalle werden! Verzichten Sie lieber darauf, fast ganz heruntergebrannte Kerzen nochmals zu entzünden.“ Auch Adventsgestecke stellen eine erhöhte Brandgefahr dar und sollten entsorgt werden.

Und wenn man dann zur Entsorgung schreitet: In vielen Gemeinden unterstützen die Feuerwehren – häufig durch die Jugendfeuerwehren im Rahmen der allgemeinen Jugendarbeit sowie des Umweltschutzes – die Tannenbaum-Sammelaktionen. Informationen über Sammelorte und -zeiten liefern zumeist die örtlichen Behörden.

(dpa)