Quattropole-Musikpreis: 54 Bewerbungen

Trier : Quattropole-Musikpreis: Ein Kraftwerker vertritt Trier

Der neue QuattroPole-Musikpreis hat das Interesse vieler Künstler geweckt. Insgesamt 54 Bewerbungen sind beim Städtenetzwerk eingegangen – darunter 18 aus der Region Trier.

Kurz vor der Deadline kam noch mal ein ganzer Schwung Bewerbungen: Allein 18 Musiker und Gruppen aus Trier und Umgebung haben sich um den mit 10 000 Euro für den Sieger dotierten QuattroPole-Musikpreis beworben, die restlichen 36 verteilen sich auf die weiteren QuattroPole-Städte Metz, Luxemburg und Saarbrücken. „Sehr zufrieden“ mit der Resonanz ist Michael Kernbach, der für Trier im Musiker-Gremium sitzt: „Das zeigt, dass der Preis angenommen wird.“ Alle Bewerber eint, dass sie einen Bezug zu den QuattroPole-Städten haben – ansonsten können die Unterschiede groß sein: was das Genre betrifft, die Erfahrung, die Herangehensweise. Hauptsache innovativ soll es sein, weg vom üblichen Standard – das ist die Zielsetzung.

Jede der vier Städte hat zwei Juroren ausgewählt, die sich die Bewerbungen nun anschauen und anhören werden. Einer davon ist seit fünf Jahren Mitglied einer Band, die international Maßstäbe im elektronischen Bereich gesetzt hat: Falk Grieffenhagen ist seit 2013 fest bei Kraftwerk engagiert  – er programmierte die Visuals der spektakulären Stereo-3D-Show, die am 9. Juli 2019 auch zum ersten Mal in der Großregion zu erleben sein wird (Luxemburg, Abtei Neumünster, Open Air). Zudem sitzt Thomas Rath als Vertreter des Opening-Festivals in der Tufa für Trier in der Jury. Weiteres Mitglied mit beratender Stimme ist Bernd Bleffert. Der neue Musikpreis soll dafür sorgen, dass die Zusammenarbeit im Städtenetz noch intensiver wird. Inspiriert ist er vom Robert-Schuman-Kunstpreis, der seit 1991 verliehen wird und der zur Erfolgsgeschichte wurde. Die erhofft sich Roman Schleimer, Leiter des Trierer Kulturamts, auch vom neuen Preis, der – wenn’s gut läuft – alle zwei Jahre verliehen werden könnte. Am 5. April soll der Preisträger in der Tufa sein Werk vorstellen.

Falk Grieffenhagen. Foto: Falk Grieffenhagen

Tickets für Kraftwerk (9. Juli, Luxemburg): atelier.lu