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105 Teilnehmer bei Regionaltagung im Hunsrückhaus

105 Teilnehmer bei Regionaltagung im Hunsrückhaus

„Dörfer entstehen im Kopf“ ist das Thema der zehnten Regionaltagung, die derzeit im Hunsrückhaus läuft. 105 Menschen sind zum Erbeskopf gekommen, um dort über Dorfentwicklung zu diskutieren.

(cmk) „Ein Dorf ist ein Dorf und soll ein Dorf bleiben“, sagte Hans-Dieter Dellwo zum Auftakt der Regionaltagung im Hunsrückhaus. Vor allem Tradition und ein Wir-Gefühl seien wichtig, damit ein Dorf düsteren demographischen Aussichten entgegenwirken kann.

Damit sprach er einen wichtigen Punkt an. Denn im Hunsrück und im Landkreis Bernkastel-Wittlich sowie in ländlichen Gebieten allgemein nimmt die Bevölkerung seit Jahren ab. Die Zahl der jungen Menschen in den Dörfern nimmt ab, der Anteil der Älteren zu. So haben im Kreis Bernkastel-Wittlich 1998 noch 25.662 Unter-20-Jährige gelebt, während es 2008 nur noch 22.914 waren.

Um dem entgegen zu wirken haben die Teilnehmer der Regionaltagung, unter denen zahlreiche Ortsbürgermeister, mehrere Bürgermeister von Verbandsgemeinden und Experten für Entwicklung im ländlichen Raum waren, verschiedene Zukunftskonzepte diskutiert. Zentral bei allen Konzepten war, dass Optimismus und Selbstbewusstsein wichtig ist, um künftig die Lebensqualität auf dem Land zu steigern. Dabei spielten nicht nur materielle Dinge wie die passende Infrastruktur eine Rolle, sondern in erster Linie das Engagement der Bürger.

Morgen fahren die meisten Teilnehmer der Tagung in das Saarland, um sich dort vor Ort erfolgreiche Projekte zur Dorfentwicklung anzuschauen. Der Hunsrück stehe immer im Vordergrund bei den Regionaltagungen, sagt Almuth Brandstätter, Chefin des Hunsrückshaus. „Ab und zu muss man aber mal über den eigenen Gartenzaun gucken.“