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15 Monate Haft für versuchte Vergewaltigung

15 Monate Haft für versuchte Vergewaltigung

Das Amtsgericht Bernkastel-Kues hat einen 48 Jahre alten Mann wegen versuchter Vergewaltigung und Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, ausgesetzt als dreijährige Bewährungsstrafe, verurteilt.

(cb) Der Mann hatte die Tat, die sich in einem Weinbauort an der Mittelmosel abspielte, gestanden. Der bereits alkoholisierte Mann hatte in einer Straußwirtschaft noch ein Glas Wein getrunken und sich mit dem Inhaber und dessen Lebensgefährtin unterhalten. Als die Frau den Raum verließ, um die Toilette aufzusuchen, folgte ihr der Mann. Er umfasste sie und drückte sie an eine Wand. Anschließend zog er ihr die Hose und den Slip herunter und entblößte sich selbst. Als die Frau um Hilfe schrie, eilte ihr Lebensgefährte herbei. Beiden Umständen war es offenbar zu verdanken, dass es beim Versuch einer Vergewaltigung blieb. Die Frau trug bei dem Angriff Hämatome an Armen und Beinen davon.

Viel schlimmer waren und sind aber die psychischen Verletzungen. Die 40-Jährige leidet seither an einer posttraumatischen Belastungsstörung und an Depressionen. Der Promillewert des Täters dürfte zur Tatzeit bei mindestens 1,53 gelegen haben. Er sei trotz des Alkoholkonsums voll schuldfähig, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft und des Gerichts. Die Staatsanwältin hatte 18 Monaten (mit Bewährung) gefordert.

Das Gericht blieb unter diesem Strafmaß. Der Mann sei von Anfang geständig gewesen, bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten und lebe in geordneten Verhältnissen, sagte Richter Oliver Emmer. Außerdem habe er bereits 4000 Euro Schmerzensgeld an die Frau gezahlt. Zusätzlich muss der Täter während der Bewährungszeit jeden Monat 100 Euro an den Förderverein des Trierer Frauenhauses zahlen.