23 Millionen Euro fließen in die Region Trier

EU-Förderung : 23 Millionen Euro fließen in die Region Trier

23,4 Millionen Euro: So viele EU-Fördermittel sind allein im vergangenen Jahr in die Region Trier geflossen. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Jutta Blatzheim-Roegler (Bernkastel-Kues) hervor.

Gefördert wurde etwa die Erweiterung und energetische Sanierung von landwirtschaftlichen Betrieben. 111 500 Euro sind in das Projekt „Ich mach’s – raus aus der Isolation“ geflossen, mit dem die Arbeitsloseninitiative Bitburg Langzeitarbeitslose fördert. Mit 1,2 Millionen Euro ist das Projekt Barrierefreiheit ohne Grenzen unterstützt worden. Dabei geht es um barrierefreien Naturtourismus im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark.

„Europäische Fördermittel sind nicht nur für den Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union bedeutend, sondern sie stellen wichtige Investitionsinstrumente vor Ort dar“, teilte die für Europa zuständige Staatssekretärin Heike Raab (SPD) mit. Gerade „im mittelständisch und landwirtschaftlich geprägten Rheinland-Pfalz“ hätten die EU-Fördermittel eine hohe Bedeutung. In der laufenden Förderperiode, die von 2014 bis 2020 geht, seien rund 595 Millionen Euro aus verschiedenen EU-Töpfen ins Land geflossen, erklärte Raab.  Ohne diese Mittel seien  viele wichtige Projekte in der Region nicht realisierbar, sagte Blatzheim-Roegler. Das Geld fließe etwa in Projekte der Beschäftigung und der Bekämpfung von Armut, der Wirtschaft und Infrastruktur, der Landwirtschaft, der Wissenschaft und Innovation sowie der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Ein Projekt ist etwa die Task Force Grenzgänger in der Region, bei der es um die Fachkräftesicherung geht. 180 000 Euro sind dafür im vergangenen Jahr geflossen. Die EU-Mittel seien „wichtiges Geld für wichtige Arbeit“, so Blatzheim-Roegler.

Das bestätigt auch Philipp Goßler: „Die Region profitiert sehr von den europäischen Fördermitteln“, sagt der Geschäftsführer der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Mosel, die das Gebiet entlang der Mosel von Koblenz bis Trier umfasst. In der Region gibt es sechs solcher LAG, bundesweit sind es 321. Sie verteilen die Mittel aus dem sogenannten Leader-Programm, mit dem die EU den ländlichen Raum fördert. Der LAG Mosel stehen in der laufenden Förderperiode rund drei Millionen Euro an EU-Mitteln zur Verfügung. Wohin konkret das Geld fließen soll, legen die Akteure und Bürger vor Ort selbst fest. Das Leader-Programm der EU nehme in der deutsch-luxemburgischen Grenzregion „eine sehr wichtige Rolle im regionalen Entwicklungsprozess“ ein, bestätigt auch Matthias Faß, Geschäftsführer der LAG Moselfranken, die für das Gebiet der Verbandsgemeinden Konz, Trier-Land und der ehemaligen Verbandsgemeinde Saarburg zuständig ist. Im vergangenen Jahr habe die LAG rund 585 000 Euro verteilt, sagt Faß.

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