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230 Corona-Tote in Nachbarregion Grand Est

Kostenpflichtiger Inhalt: 230 Todesfälle gemeldet : Die Corona-Krise in Grand Est spitzt sich zu

Die Situation in der luxemburgischen und saarländischen Nachbarregion Grand Est wird immer dramatischer. Laut dem aktuellen Stand der regionalen Gesundheitsbehörde ARS sind mittlerweile 230 Menschen an den Folgen der Corona-Infektion gestorben.

Eingerechnet sind Patienten, die vor ihrem Tod positiv getestet waren, und Menschen, von denen vermutet wird, dass ihr Tod in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steht, die aber nicht getestet wurden. 1767 Corona-Patienten werden zurzeit in den Krankenhäusern der Region Grand Est stationär behandelt. 435 liegen auf der Intensivstation. Laut ARS entspricht das einem Anstieg der Intensiv-Patienten um 38 Prozent im Vergleich zum Vortag. 357 Menschen konnten die Kliniken bereits verlassen.

Nach wie vor sind Schutzmasken zu knapp. In den vergangenen Tagen hatte Grand-Est-Präsident Jean Rottner einen Aufruf gestartet. Viele private Firmen sind diesem gefolgt, es konnten bisher rund 350 000 Masken für die Pflegekräfte zur Verfügung gestellt werden. Außerdem wurden in Grand Est sowie im ganzen Land weiterhin Masken produziert, gekauft und gesammelt. Die ARS erwartet für nächste Woche 3,8 Millionen neue Masken für alle Gesundheitseinrichtungen in Grand Est. Medizinstudenten aus der ganzen Region verstärken die Teams in Mülhausen, Straßburg und Colmar. Außerdem sind nun Ärzte und Pflegepersonal aus dem ganzen Land ins Elsass gekommen, um auszuhelfen. Laut ARS haben sind schon 400 Freiwillige gemeldet.

Doch nicht nur Masken und Personal sind bei unseren Nachbarn knappt. In mehreren Krankenhäusern sind die Beatmungsplätze auf den Intensivstationen überlastet. Nachdem letzte Woche die Verlegung von Patienten aus Mülhausen innerhalb Frankreichs begonnen hatte, haben sich nun auch Baden-Württemberg und die Schweiz bereiterklärt, elsässische Patienten aufzunehmen. So konnte am Samstag bereits der erste französische Corona-Patient mit einem Hubschrauber von Mühlhausen nach Freiburg verlegt werden. Laut ARS sind rund zehn weitere Transporte in den nächsten Stunden geplant.