55-jähriger Osburger muss sich wegen Schüssen aus abgesägter Schrotflinte vor Gericht verantworten

Kostenpflichtiger Inhalt: Kriminalität : Staatsanwalt: Missglückter Mordversuch wegen 50 Euro

Ein 35-jähriger Mann aus Osburg soll die Attacke eines 55-Jährigen nur durch Glück überlebt haben. Seit Donnerstag muss der mutmaßliche Täter wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Mit der Verlesung der Anklage hat vor dem Trierer Landgericht am Donnerstag der Prozess gegen einen 55-jährigen Mann aus Osburg (Kreis Trier-Saarburg) begonnen. Der Frührentner soll vor zwei Jahren mit einer abgesägten Schrotflinte durch das Erdgeschossfenster eines Wohnhauses geschossen und dabei den Tod eines 35-Jährigen in Kauf genommen haben. Hintergrund seien Geldstreitigkeiten gewesen. Angeblich soll der 35-Jährige dem Tatverdächtigen 50 Euro geschuldet haben.

Die Staatsanwaltschaft hat den mutmaßlichen Täter wegen versuchten Mordes angeklagt. Der wegen Drogen- und Gewaltdelikten vorbestrafte Mann sitzt seit März in Untersuchungshaft. Laut Oberstaatsanwalt Eric Samel bestreitet er die Vorwürfe. Der Verteidiger des Angeklagten, der Trierer Rechtsanwalt Andreas Ammer, kündigte an, dass sich sein Mandant im Prozess nicht zu den Vorwürfen äußern werde. Für den Prozess sind zunächst vier Verhandlungstage angesetzt. Nächster Verhandlungstag ist Ende November.

Mehr von Volksfreund