63-Jähriger von Panzer eingeklemmt: Bestürzung nach Tod eines Reservisten – Staatsanwalt ermittelt

Trier · Fahrfehler oder technischer Defekt? Nach dem Tod eines 63-Jährigen in der Wehrtechnischen Dienststelle in Trier ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der Reservist war am Mittwochmittag von einem Panzer erfasst und eingeklemmt worden. Er starb noch an der Unfallstelle. Derzeit gehen die Ermittler von fahrlässiger Tötung aus.

 Die Wehrtechnische Dienststelle in Trier. Foto: Archiv

Die Wehrtechnische Dienststelle in Trier. Foto: Archiv

Trauer und Bestürzung auf dem Trierer Grüneberg im Stadtteil Kürenz: Nach dem Tod eines 63-jährigen Reservisten aus der Nähe von Ahrweiler rätseln Verantwortliche der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) und Ermittler, wie es zu dem tragischen Unglück am Mittwoch gegen 13 Uhr kommen konnte.

Die 30-köpfige Reservistengruppe wollte die vor 53 Jahren gegründete Bundeswehr-Dienststelle, die auf dem rund 400 Meter hohen Berg liegt, besichtigen. Dazu gehörte der Blick in einen Panzer. Ein 60-jähriger WTD-Mitarbeiter wollte das Fahrzeug einparken, dabei kam er laut Trierer Staatsanwaltschaft der Gruppe zu nahe und es kam zu dem tödlichen Unfall. Unklar sei derzeit noch, ob ein Fahrfehler des 60-Jährigen oder ein technischer Defekt am Panzer Auslöser dafür war, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer dem Trierischen Volksfreund. Fest steht nur, dass es sich nicht um eine Testfahrt handelte.

In der im März 1957 eröffneten WTD werden neue Bundeswehrfahrzeuge vor ihrem Einsatz getestet. Dazu werden sie im Dauerbetrieb und mit Höchstgeschwindigkeit etwa über Schlaglochstrecken und Kopfsteinpflaster auf dem 163 Hektar großen Areal gejagt oder die Motoren bis zur Belastungsgrenze laufen gelassen. Auch Panzer werden auf Einsatzfähigkeit und Lebensdauer getestet.
Neben Bundeswehrsoldaten sind in der WTD auch Zivilisten, darunter hoch qualifizierte Ingenieure, beschäftigt. Insgesamt arbeiten rund 350 Personen dort.

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